König: „Darauf haben wir lange gewartet“

Helden/Dünschede..  Der 29. März 2003 war ein historischer Tag für den FSV Helden. Zum ersten Mal seit 1992 konnte die damals von Willi Weuste trainierte Mannschaft in der Dünscheder Heidekampfbahn, heute Sportpark Repetal, gewinnen, ausgerechnet im 75. Jubiläumsjahr der Sportfreunde.

Trotz des 3:2-Erfolges gab es für die Heldener zum Ende der Saison kein sportliches Happy-End. Der FSV verabschiedete sich wieder aus der Bezirksliga 7 und musste mehr als 12 Jahre bis zum nächsten Repetal-Derby warten.

Am Sonntag ist es wieder so weit. Die Sportredaktion sprach vor dem Nachbarschaftsduell in der FSV-Arena mit den beiden Vorstandsmitgliedern Michael Seidel (FSV Helden) und Marius König (SF Dünschede), die schon beim Repetal-Derby vor 12 Jahren dabei waren. Seidel als Torhüter, König als Pressesprecher.

Was habt ihr vom Derby vor 12 Jahren noch in Erinnerung?

Michael Seidel: Am Abend nach dem Spiel feierten die Dünscheder in der Schützenhalle ihr 75. Jubiläum. Dabei haben wir Heldener nach dem Derbysieg natürlich mitgefeiert. Ich musste aber erst nach Hause zum 60. Geburtstag meines Vaters. Der ist auch fußballverrückt und hat mir dann ein Taxi nach Dünschede spendiert.

Marius König: An das Spiel in Dünschede kann ich mich nicht mehr so genau erinnern. Aber an das Hinspiel am 29. September 2002 in Helden. Das haben wir nämlich 2:0 gewonnen. Derbysiege bleiben in Erinnerung.

Wie war damals das Verhältnis zwischen den beiden Vereinen und wie ist es heute?

Michael Seidel: Die Rivalität war damals schon nicht mehr so wie früher. Es gibt seit über 30 Jahren eine gut funktionierende Jugendgemeinschaft. Der Jugendvorsitzende Christof Saure kommt aus Dünschede. Er ist ein Supertyp, auch wenn er Schalke-Fan ist. Ich habe mit Dünschedern wie Sebastian Krömer bis zur A-Jugend zusammengespielt. Die gemeinsame Altliga hat am Freitag ihre Versammlung im Gasthof Mertens in Helden. Da wird das Derby schon ein Thema sein. Zwischen beiden Vereinen besteht ein gutes Verhältnis. Da wächst richtig was zusammen, aber Frotzeleien gehören dazu.

Marius König: Das Verhältnis ist freundschaftlich. Wir arbeiten ja schon lange im Jugendbereich zusammen. Und bei der Altliga gibt es seit drei Jahren die SG Dünschede/Helden. Mit Marius Bayer und Marius Trudewind spielen zwei Dünscheder in Helden. Auf der anderen Seite ist Ingo Dröge von Repe nach Dünschede gegangen.

Wird es in naher Zukunft wieder ein höherklassiges Derby zwischen Helden und Dünschede geben?

Michael Seidel: Das schließe ich für Helden aus. Wenn wir in die Bezirksliga aufsteigen wollten, müssten wir uns ganz anders aufstellen.Aber in Helden läuft nach wie vor nichts mit Geld.

Marius König: Für Dünschede halte ich das für sehr unwahrscheinlich. Wir haben in der Kreisliga die Duelle gegen Heggen und RW Lennestadt und jetzt das richtige Derby gegen Helden. Darauf haben wir lange gewartet.

Wird es in ein paar Jahren im Seniorenbereich die SG Repetal geben?

Michael Seidel: Das schließe ich nicht aus. Aktuell besteht dafür aus meiner Sicht aber keine Notwendigkeit. Die Vorstände beider Vereine tauschen sich jährlich aus, auch über dieses Thema.

Marius König: Ich spiele lieber mit Dünschede gegen Helden und Heggen als mit einer SG Repetal gegen eine SG Veischedetal. Beide Vereine profitieren von ihrer gemeinsamen Jugendarbeit.

Die letzte Info vor dem Spiel?

Michael Seidel: Die Sänger des MGV Cäcilia Helden haben am Sonntag einen Wettstreit in Plettenberg und können nur eine Halbzeit zuschauen. Der Chor hat die Fusion schon vorgemacht und Dünscheder Sänger in seinen Reihen.
Marius König: Wir treffen uns um 13.30 Uhr am Sportlatz in Dünschede und wandern nach Helden. So langsam steigt die Vorfreude.

 

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