Kapitän lotst FC Lennestadt zum zweiten Sieg

Die Entscheidung: Moritz Thöne zieht ab zum 2:0.
Die Entscheidung: Moritz Thöne zieht ab zum 2:0.
Foto: WP
Fußball-Westfalenligist FC Lennestadt ist im heimischen Henselstadion eine Macht.

Lennestadt..  Das bewies der Aufsteiger gestern eindrucksvoll beim verdienten 2:0 (0:0)-Sieg gegen Mitaufsteiger Concordia Wiemelhausen. Nach dem zweiten Heimsieg in Folge kletterte die Mannschaft von Trainer Jürgen Winkel auf den zehnten Platz.

„Wir haben letztlich verdient gewonnen. Wiemelhausen ist eine technisch sehr gute Mannschaft. Diese technische Überlegenheit haben wir mit tollem Kampf und Einsatz ausgeglichen. Wer die meisten Zweikämpfe gewinnt, der gewinnt am Ende auch das Spiel“, freute sich Jürgen Winkel über die drei Punkte und den Einsatz seiner Spieler.

Ganz anders die Gäste. Concordia Wiemelhausen war gegenüber dem 4:1-Sieg im Aufstiegsrelegationsspiel am 2. Juni in Werdohl kaum wieder zu erkennen. Nach vorne lief überhaupt nicht, so dass die FCL-Viererkette, in der Adnan Spago, sonst im defensiven Mittelfeld zuhause, ein Klasse-Spiel machte, kaum in Schwierigkeiten geriet.

„Wir haben es geschafft, in 90 Minuten keine einzige Chance herauszuspielen. Das spricht zum einen für die Qualität des FC Lennestadt, aber auch für unsere Schwäche. Das war mit Abstand unser schlechtestes Spiel in dieser Saison“, ärgerte sich Gäste-Trainer Jürgen Heipertz.

Auswärts nachlegen

Überragender Spieler auf dem Platz - nicht nur wegen seiner beiden Tore - war Moritz Thöne, der neben Christian Schmidt in der Spitze spielte.

Letzgenannter hatte die erste große Chance bereits in der fünften Minute. Nach einer Ecke krachte sein Kopfball an die Latte. Bis zur Halbzeit verflachte das Spiel, um dann kurz nach dem Wiederanpfiff Fahrt aufzunehmen. In der 53. Minute setzte Marius Friedrichs Samed Baser am rechten Flügel in Szene. Baser tanzte einen Gäste-Spieler aus und seine Flanke verwertete Moritz Thöne aus fünf Metern zum 1:0 für den FC Lennestadt.

Was danach völlig enttäuschend war, war die Tatsache, dass überhaupt kein Ruck durch das Spiel von Wiemelhausen ging. Im Gegenteil: Der FC Lennestadt hätte in der 67. Minute das 2:0 machen können, wenn nicht müssen. Da tankte sich Moritz Thöne im Strafraum der Gäste durch. Es folgte ein kluger Pass auf den völlig frei stehenden Christian Schmidt, der aus fünf Metern an Wiemelhausens Keeper Bruno Staudt scheiterte.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schickte Samed Baser Moritz Thöne auf die Reise. Der FCL-Kapitän steuerte allein auf Staudt zu und überwand ihn mit einem krachenden Schuss ins lange Eck.

Groß war der Jubel, als kurz danach der Schlusspfiff ertönte. „Letztlich war der Sieg verdient. Wir hätte eigentlich schon früher, bei der Chance von Christian Schmidt, das 2:0 erzielen müssen“, strahlte Jürgen Winkel. Jetzt gelte es auch einmal auswärts etwas Zählbares zu holen. Winkel: „In den Heimspielen auf Kunstrasen tun wir uns einfach leichter als auswärts auf Naturrasen. Da müssen wir noch etwas nachlegen. Nur mit Heimpunkten wird man die Liga wohl nicht halten können“, so Jürgen Winkel.

Ein Sonderlob von Jürgen Winkel gab es für Linksverteidiger Daniel Schmidt: „Er hat heute zum ersten Mal seit über drei Monaten wieder gespielt und eine ganz starke Leistung gezeigt. Davor kann ich nur den Hut ziehen.“

 
 

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