Jürgen Winkel: „Das ist jetzt ein anderer Druck“

Eine große Chance für den FC Lennestadt gegen Wiemelhausen in der 40. Minute. Florian Friedrichs (rechts) verpasst eine Hereingabe von Moritz Thöne knapp.
Eine große Chance für den FC Lennestadt gegen Wiemelhausen in der 40. Minute. Florian Friedrichs (rechts) verpasst eine Hereingabe von Moritz Thöne knapp.
Foto: WP
Es hat nicht sollen sein. Mit 1:4 verlor der FC Lennestadt am Donnerstag das erste Relegationsspiel um den Westfalenliga-Aufstieg gegen Concordia Wiemelhausen. Wie vor drei Jahren (3:4 n.E. gegen Fichte Bielefeld) muss der FCL nun in ein echtes Aufstiegsfinale. Gegner am Sonntag um 15 Uhr in Ense ist der SC Verl II.

Lennestadt/Ense..  Die Niederlage vom Donnerstag hatte auch Auswirkungen auf den Freitag von FCL-Trainer Jürgen Winkel. „Provisorisch“, wie er es in Werdohl ausdrückte, hatte er für gestern Urlaub für beantragt. Aber statt eine Aufstiegsparty zu feiern, war er dann doch arbeiten gegangen. „Das wird auf Montag verschoben“, konnte Jürgen Winkel gestern Morgen schon wieder lachen.

Die Niederlage im Werdohler Riesei-Stadion gehe insgesamt in Ordnung, nur das hohe Ergebnis stimme nicht ganz mit den gezeigten Leistungen überein. „Am Anfang hat man bei einigen von uns die Nervosität gesehen. Aber man muss sagen, dass der Gegner dann schon stärker war“, so Jürgen Winkels Einschätzung.

Mit der Brechstange

Am Schluss hat der FCL noch einmal alles versucht, das Ruder herumzureißen. Es kam mit Christian Günter ein weiterer Stürmer für einen Verteidiger. Winkel: „Wir haben es mit der Brechstange versucht, leider zu oft mit hohen Bällen. In der Luft waren die viel zu stark.“ Mit entscheidend für die Niederlage sei der Freistoß gewesen, der zum 1:2 führte. Winkel: „Für mich war das ein normaler Zweikampf.“

Jetzt gelte es, bis Sonntag die Wunden zu lecken. Jürgen Winkel: „Das ist jetzt schon ein anderer Druck. Es ist unsere letzte Chance. Es geht um alles. Wenn man so weit gekommen ist, will man den Aufstieg auch schaffen.“

Am Freitagabend war ein kurzes Training angesagt. Einige Spieler sind angeschlagen aus dem Spiel am Donnerstag gegangen. Marius Friedrichs musste ausgewechselt werden und auch Florian Friedrichs ist angeschlagen.

Fehlen wird auf jeden Fall Lukas Völmicke, der nach seiner Rettungsaktion vor dem Elfmeter zum 1:3 den Ball mit dem Arm von der Linie kratzte und dafür Rot sah. Winkel: „Lukas hat mir gesagt, dass es halb Arm, halb Schulter war. Es ist schade, denn Lukas war gut drauf.“

Tolle Unterstützung

Jürgen Winkel hofft, dass die Fans des FC Lennestadt seine Mannschaft genauso gut unterstützen werden wie am Donnerstag. Winkel: „Ich schätze, von den 650 Zuschauern kamen rund 450 aus ganz Lennestadt. Ich habe Leute aus meinem Heimatort Halberbracht oder auch aus Langenei gesehen. Das war eine ganz tolle Sache.“

Ärgrlich war für ihn in Werdohl die zwanzigminütige Verspätung des Anpfiffs. Jürgen Winkel: „Das hat schon bei der Vorbereitung gestört.“

Was im Falle eines Sieges am Sonntag in Altenhundem und Meggen bei der Heimkehr abgehen werde, wisse er nicht. Aber, so Jürgen Winkel mit einem Lächeln: „Ich bin mir sicher, dass uns da was einfallen wird.“

Abschiedsspiel für zwei Akteure

Die Daumen drückt natürlich auch Joachim Schlüter, FLVW-Kreisvorsitzender: „Das Spiel am letzten Donnerstag zeigte phasenweise die hohe Qualität, die in der Mannschaft steckt; und wenn man diese am Sonntag öfter abrufen kann, dann hat man alle Möglichkeiten, den Aufstieg noch zu packen. Es gibt keinen Grund zu resignieren. Ich wünsche dem FC Lennestadt viel Glück!“

Egal wie das morgige Spiel ausgeht: Zwei Spieler werden, wenn es mit dem Aufstieg klappt, nicht mit dem FC Lennestadt in der Westfalenliga auf Punktejagd gehen. Für Verteidiger Christoph Hebbeker und Angreifer Christian Günther, der Co-Trainer beim A-Kreisligisten SG Serkenrode/Fretter wird, ist das Aufstiegsfinale das persönliche „Endspiel“ für den FC Lennestadt.

 
 

EURE FAVORITEN