Frank Germann verlässt SpVg Olpe

Olpe.. Zehn Jahre sind die optimale Marke, um einen Schlussstrich zu ziehen. Diesen Gedankengang hegt auch Frank Germann (43), Fußballer der SpVg Olpe und zurzeit Trainer der zweiten Mannschaft: Am Saisonende ist für ihn Schluss am Kreuzberg.

Der wohl höchstkarätige Spieler der jüngeren Olper Geschichte, im Sommer 2001 von den Sportfreunden Siegen gekommen, legt dabei großen Wert auf die Feststellung, dass seine Demission nicht aus Frust heraus geschieht. Auch wenn die Trainertätigkeit bei einer „Zweiten“ ihre Schattenseiten haben kann. „Nein, es war eine sehr schöne und interessante Zeit hier. Aber jetzt suche ich eine neue Herausforderung,“ erklärte Germann gestern.

Der B-Lizenzinhaber räumt gleichwohl ein, dass ihn die aktuelle Situation nicht begeistert. Olpe II steckt im Abstiegskampf, „oft muss ich meine Mannschaft mit Spielern aus der Dritten oder aus der Altliga auffüllen.“

Seine Aufgabe, Jugendspieler im Seniorenbereich zu etablieren, sei ihm „weggebrochen“. Hört sich dramatisch an, ist aber aus Frank Germanns Sicht absolut positiv. „Das liegt ja daran, dass die Jugendspieler in der ersten Mannschaft super eingeschlagen sind,“ so sein einleuchtendes Argument.

In der Tat sorgt etwa ein halbes Dutzend Spieler, die gerade noch in der Jugend spielten, in der Westfalenliga-Truppe von Irfan Buz für Furore. „Phänomenal. Das ist auch ein Erfolg des gesamten Vereins,“ sagt Germann, „und von Irfan Buz. Er ist ein überragender Trainer, der genau das richtige Gespür dafür hat, auf welche Art und Weise man die Spieler motiviert.“ Kaum bekannt ist, wie lange sich Irfan Buz und Frank Germann schon kennen: „Wir haben,“ verriet Germann, „bereits in der C-Jugend des RSV Meinerzhagen zusammen gespielt.“

Danach trennten sich ihre Wege, Germann wechselte zu Borussia Dortmund und legte eine bemerkenswerte Fußballerkarriere hin - mit großen Trainern, die seinen Werdegang begleiteten. Ernst Middendorp und Wolfgang Sidka in Bielefeld, Lothar Huber und Reinhard Saftig in Dortmund, Jürgen Gelsdorf und Rinus Michels in Leverkusen.

Auch Germann sieht seine Zukunft als Trainer. Doch bevor die neue Herausforderung ansteht, will erst die aktuelle bewältigt sein: Der Klassenerhalt in der Bezirksliga 7. Germann: „Die nächsten beiden Spiele gegen Türk Lüdenscheid und Dünschede sind richtungsweisend.“

 
 

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