FLVW zeichnet 13 Vereinsmitarbeiter mit DFB-Ehrenamtspreis aus

FLVW-Ehrung
FLVW-Ehrung
Foto: WP
Während eines Festaktes am Montagabend in den Räumen der Volksbank Olpe würdigte der Fußballkreis Olpe das unentgeltliche Engagement von 13 tatkräftigen Vereinsmitarbeitern mit dem „DFB-Ehrenamtspreis“.

Olpe.  Rund 1,7 Millionen Menschen bringen sich ehrenamtlich im deutschen Fußball ein, davon fast 390 000 in offiziellen Positionen. Das zeigt: Ohne ehrenamtliches Engagement wäre Vereinsleben undenkbar. Mehr noch, es würde vermutlich gar keine Vereine geben.

Der DFB-Ehrenamtspreis wird für beispielhafte soziale Leistungen, große Organisationskompetenz sowie hohe Führungsqualität verliehen. Mit der Verleihung des DFB-Ehrenamtspreises wollen der Deutsche Fußball Bund individuelle Leistungen anerkennen und das Ehrenamt im Fußball würdigen und fördern.

Motivation und Anerkennung

Die Zielsetzung der Auslobung dieses Preises kann in drei Teilaspekte gegliedert werden. Mit der Auszeichnung soll die Motivation des Ehrenamtlers für die nächsten Aufgaben bestärkt werden. Oftmals bestätigen die Preisträger, dass diese Auszeichnung auch nach langer ehrenamtlicher Tätigkeit nochmals einen Motivationsschub dargestellt hat. Fast alle der Preisträger sind auch heute noch ehrenamtlich in ihren Vereinen aktiv.

Aber auch die Anerkennung in der Öffentlichkeit ist ein wichtiger Punkt dieser Auszeichnung. Die Wertschätzung der verdienten Ehrenamtler findet deshalb im Rahmen eines Treffens aller Preisträger statt, um auch die Öffentlichkeit zu erreichen, Die Öffentlichkeitsarbeit wird dadurch verstärkt, dass Berichte über die Ehrung auf der Homepage des Vereins oder in der regionalen Presse veröffentlicht werden.

Außendarstellung des Vereins

Der letzte Teilaspekt dabei ist die enorm wichtige positive Außendarstellung des Vereins. Um auf die große Problematik der Gewinnung von Ehrenamtlern auch in den kommenden Jahren bestmöglich vorbereitet zu sein, ist eine positive Außendarstellung des Vereins unabdingbar. Viele motivierte Ehrenamtler, die eine neue Herausforderung suchen, lassen sich durch gute und interessante Rahmenbedingungen an den Verein binden. Vereine, die sich besonders um die Würdigung von ehrenamtlicher Arbeit in unterschiedlicher Weise engagieren, werden von Außensteheden als deutlich attraktiver für ein Engagement gesehen.

Die jährliche Auszeichnung „DFB-Ehrenamtspreis“ würdigt die Verdienste der vergangen drei Jahre und kann dabei aus den unterschiedlichsten Bereichen des Fußballs stammen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die ehrenamtliche Tätigkeit eines Schiedsrichters, eines Vereinsvorstandes, eines Platzwarts oder einer Reinigungskraft gewürdigt wird.

Volksbank-Vorstand Lambert Stoll erinnerte daran, dass sich die Volksbanken im Kreis Olpe der Würdigung des ehrenamtlichen Engagements verpflichtet fühlen, wie dies auch in der Volksbank-Reihe „Pro Ehrenamt“ deutlich wird.

„Das Ehrenamt zu unterstützen und zu fördern, muss dauerhafte Aufgabe einer jeden Organisation sein, sei es im DFB, in unserem Fußballkreis oder im Verein. Wir wissen um die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements und verbinden dies mit einem großen Dankeschön an die Ehrenamtlichen. Sport steht für Integration, Bildung, Kameradschaft, Geselligkeit, Pünktlichkeit und Regeln - Dinge, mit denen alle im Sport Engagierte zu tun haben“, rückte Kreisvorsitzender Joachim Schlüter die „unbezahlbar hohe gesellschaftspolitische Bedeutung freiwilliger Vereinsmitarbeiter“ in den Mittelpunkt seines Vortrages. Er sprach ihnen Dank und eine besondere Anerkennung für ihren ehrenamtlichen Einsatz aus.

Die Begründungen, die Joachim Schlüter bei der Würdigung der Preisträger verlas, lieferten die Vielfalt, mit der man sich im Fußball einbringen kann, gleich mit. Für alle gilt: Die projektbezogene, ehrenamtliche Leistung ging weiter über das normale, zu erwartende Maß hinaus.

Julian Ziegeweidt

Kreissieger 2014 ist Julian Ziegeweidt vom Hützemerter SV. Ziegeweidt hat an der Entwicklung der Vereine in Hützemert wesentlichen Anteil. So wirkte er maßgeblich am Zusammenschluss des Fußball-, Tennis- und Turnvereins im Jahr 2012 mit und ist seitdem 1. Vorsitzender des Mehrspartenvereins. Im Hauptvorstand steht er vor besonderen Herausforderungen, denn es konnte nicht sofort ein 2. Vorsitzender und ein Geschäftsführer gefunden werden, so dass Ziegeweidt diese Aufgaben mit übernehmen musste. Im Zuge der Umgestaltung des Hützemerter Bahnhofs gelang es ihm, eine Vereinsgeschäftsstelle im alten Bahnhof zu installieren. Getreu dem Motto „Gemeinsam stark“ bedeutete sein Engagement weitere Motivation für ehrenamtliches Engagement im Hützemerter SV.

Konstantin Mutasov

ist seit fünf Jahren Jugendtrainer beim FC Finnentrop. Er trainiert die A-Jugend. Es ist ihm dabei gelungen, auch Spieler mit Migrationshintergrund und sprachlichen Problemen in die Mannschaft zu integrieren und somit ein Team zu formen, das Spaß am Fußball hat.

Thomas Willmes

unterstützt den SV Heggen beim Service. Er ist verantwortlich für das leibliche Wohl am Daspel, sein Wirken in der Pommesbude ist weit über die Vereinsgrenzen hinaus bekannt. Er gehört zum Sportplatzleben in Heggen einfach dazu.

Frank Dischereit

ist seit 2006 Jugendleiter des VfR Rüblinghausen und seitdem auch als Jugendtrainer tätig. Mit der Ausbildung der DFB-C-Lizenz hat er sich selbst besonders dafür qualifiziert. Er koordiniert darüber hinaus die vielfältigen und oftmals komplexen Aktivitäten im Jugendbereich und ist kompetenter Ansprechpartner für den Vorstand. Weiterhin sorgt er für einen guten und fairen Kontakt zu den Vereinen der Spielgemeinschaft.

Joachim Dressler

war schon 1987 für die 3. Mannschaft des VSV Wenden tätig. Insgesamt 15 Jahre betreute er die 3. und auch 2. Mannschaft des VSV und ist seit 2013 auch der Trainer der neugegründeten 3. Mannschaft. Das diese Mannschaft wieder aufläuft, ist vor allem Joachim Dresslers Verdienst, denn er bewegte viele passive Sportle zum aktiven Fußball zurückzukehren.

Markus Schönauer

hatte allein zehn Jahre lang die wichtige Funktion des Kassierers bei RW Hünsborn inne, bevor er das Amt in andere Hände gab. Seitdem berät er den Verein in Sozialversicherungsangelegenheiten und ist seit 2012 als Schiedsrichterbetreuer besonders für den eigenen Schiedsrichternachwuchs im Einsatz.

Rüdiger Doblun

war 10 Jahre lang Jugendleiter des FSV Helden. Doblin sprang das eine und andere Mal ein, als ein Jugendtrainer gesucht wurde. Ihn kann man jederzeit ansprechen, wenn ehrenamtliche Arbeiten für den FSV Helden zu erledigen sind. Darüber hinaus kümmerte er sich intensiv um ein gutes Verhältnis zu den Vereinen der Spielgemeinschaft im Jugendbereich.

Udo Florath

kümmert sich beim SC LWL 05 seit 2005 für die Platz- und Vereinsheimpflege. Dazu gehören auch die Arbeiten beim Bau des Vereinsheims in Weltringhausen einschließlich der Unterstände für die Zuschauer und auch beim Kunstrasenplatzbau im Jahre 2000. Vorher war schon sieben Jahre lang 1. Vorsitzender des Fusionsvereins SC Windhausen/Lichtringhausen.

Franz Gockel

ist seit über 30 Jahren für die Sportfreunde Möllmicke tätig, ob als Trainer im Jugend, Herren- oder Altherrenbereich oder als Beisitzer im Vorstand und Jugendleiter, ja auch als Leiter der Volleyball-Abteilung. Ein Leben für und mit dem Sport.

Frank Schneider

ist seit 15 Jahren im Vorstand des SV Dahl/Friedrichsthal tätig. Frank Schneider war maßgeblich am Kunstrasenplatzbau im Jahr 2010 beteiligt und engagiert sich dazu als Jugendtrainer bei den Kleinsten des Vereins. Dazu übernahm er eine Trainerstelle bei den E-Jugendlichen, denn ohne ihn hätte die Mannschaft infolge Trainermangels nicht am Spielbetrieb teilnehmen können.

Matthias Eykelm

kann auf eine mehrjährige Trainertätigkeit von den Minikickern bis zur C-Jugend beim TV Rönkhausen zurückblicken. Der C-Schein-Inhaber trainiert die 2. Mannschaft und ist seit 2011 Platzwart im Glingebach-Stadion. Ein Engagement mit hohem zeitlichem Aufwand.

Siegbert Hengstebeck

Es zeichnet Siegbert Hengstebeck neben seiner vielfältigen Vorstandsarbeit und seinem Engagement für die Sportplatzpflege des SV Eintracht Kleusheim aus, dass er intensiven Kontakt mit den Menschen mit Behinderung hält. So organisiert Hengestebeck jedes Jahr ein Spiel gegen eine Mannschaft der Lebenshilfe, besucht dafür mit der Altliga-Mannschaft von SV Eintracht Kleusheim die Lebenshilfe in ihrem Umfeld und das seit 13 Jahren.

Jürgen Grothaus

pflegt zusammen mit seiner Frau Monika seit dem Jahr 1995 die Sportplatzanlage des SV Serkenrode. Grothaus begleitete als 2. Vorsitzender den Sportplatzbau 1993, den Sportheimbau zwei Jahre später und die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz 2005. Zudem unterstützen sie seit 16 Jahren die Ausrichtung des IVV-Wandertages.