FC Lennestadt zieht sich gut aus der Affäre

Lennestadt/Marl.  Sechs Spieler musste der FC Lennestadt in Sinsen ersetzen. Dazu noch seine bislang magere Ernte von fremden Äckern, nämlich ein einziger Punkt aus acht Spielen: So gesehen hat sich der heimische Fußball-Westfalenligist mit 0:2 (0:2) noch recht gut aus der Affäre gezogen beim Tabellenvierten aus Marl, für den FCL mit 131 Kilometern übrigens die weiteste Auswärtsfahrt in dieser Liga.

„Das musste nicht sein,“ sagte dann auch Matthias Knoche, 1. Vorsitzender des FCL. Dem pflichtete Trainer Jürgen Winkel bei: „Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben das gut gemacht.“ Kein Vergleich zu den Partien in Holzwickede oder Iserlohn, wo es brachiale Niederlagen (0:5 und 0:9) gesetzt hatte. „Schon beim letzten Auswärtsspiel in Hordel ging es in die richtige Richtung,“ sah Jürgen Winkel durchaus eine Auswärts-Aufwärtsentwicklung.

Da hieß es 0:3. In Marl-Sinsen hätte dann auch endlich etwas Zählbares heraus springen können für den FC Lennestadt.

Wären da nicht die „Böcke“ gewesen, die zu den beiden Treffern geführt haben. Vor dem 0:1 in der 12. Minuten verlor der FCL den Ball 25 Meter vor dem Tor im Spielaufbau, durch einen Pressschlag fiel die Kugel dem Sinsener Spieler Dominique Temming genau vor die Füße; der konnte sich aus fünf Metern die Ecke aussuchen.

Passable zweite Halbzeit

Auch vor dem zweiten Gegentor war die FCL-Defensive unachtsam, so dass Brian Kreuz unmittelbar vor der Halbzeitpause zur Ergebnis-Erhöhung kam. Da wurde Matthias Knoche auf bittere Art bestätigt in seiner Aussage von vor gut einer Woche in unserem Interview, wonach in dieser Liga „jeder Fehler bestraft“ wird. „Vom Einsatz und vom Kämpferischen hat die Mannschaft alles gegeben,“ lobte Jürgen Winkel das Auftreten seiner Jungs.

Doch eine solche Zahl von Ausfällen wegzustecken, ist unmöglich. Man muss umstellen, mitunter auch gravierend. „Dennis Krause ist eigentlich ein Offensivmann, in Sinsen spielte er in der Vierer-Abwehrkette links,“ berichtete Jürgen Winkel. Darüberhinaus konnte der FCL-Coach nur drei unerfahrene Ersatzleute einwechseln, mit Samuel Eickelmann sogar einen aktuellen A-Jugendspieler.

Winkel warf Omar Radoncic in den Sturm, Myles Schulz sollte links mithelfen. Doch die Wende gelang nicht mehr; zumindest vom Ergebnis her nicht.

Immerhin: „In der zweiten Halbzeit haben wir nichts mehr zuglassen,“ hob Jürgen Winkel ein positives Moment der Partie hervor, „da haben wir gut mitgehalten.“ Was Mut machen sollte für kommenden Sonntag. Denn da geht es zum neunten Mal auf Reisen: Zum ersten Rückrundenspiel, Gastgeber ist der SV Brackel 06.

 
 

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