FC Lennestadt muss nochmal ‘ran

Wiemelhausens Torwart Falk Klüppel klärt gegen die Lennestädter Christian Schmidt und Samed Baser.
Wiemelhausens Torwart Falk Klüppel klärt gegen die Lennestädter Christian Schmidt und Samed Baser.
Foto: WP
Am Ende war es arg deutlich. Mit 1:4 (1:1) verlor der FC Lennestadt in Werdohl das Aufstiegsspiel zur Fußball-Westfalenliga gegen den SV Concordia Wiemelhausen. Zu allem Unglück sah Lukas Völmicke in der 85. Minute auch noch Rot wegen Handspiels auf der Torlinie.

Lennestadt/Werdohl..  Der FC Lennestadt hat am Sonntag noch eine zweite Chance gegen den Verlierer des Parallelspiels. Das ist der SC Verl II, der dem BSV Roxel in der 90. Minute 0:1 unterlag. Der Austragungsort dieser Partie wird am Freitag Mittag festgelegt, wie Hans-Dieter Schnippe (Verbands-Fußballausschuss) gestern auf Anfrage mitteilte.

„Wir ärgern uns jetzt ein bisschen und dann wird sich geschüttelt,“ so die erste Reaktion von FCL-Trainer Jürgen Winkel, der kämpferisch hinzufügte: „Am Sonntag nutzen wir unsere zweite Chance.“

Verdient war das Ergebnis schon, auch wenn seine Höhe erst in den letzten fünf Minuten durch zwei Kontertore von Maximilan Schreier (85., Handelfmeter) und Patrick Drzymalla (90.) zustande kam. Doch spielerisch überlegen waren die Wiemelhauser, die ja erst vor Jahresfrist in die Landesliga aufgestiegen waren, zweifellos.

Das Spiel in Werdohl begann mit 20 Minuten Verspätung. Grund dafür war der Fan-Andrang am Riesei. 650 Zuschauer verliehen der Partie einen würdigen Rahmen. Beide Fanlager waren in etwa gleich groß.

Wiemelhausen war anfangs die bessere Mannschaft, das schlug sich auch früh im Zwischenergebnis nieder: Zum Entsetzen der Lennestädter gingen die Bochumer bereits in der 7. Minute mit 1:0 in Führung. Ivo Kleinschwärzer verwandelte eine Flanke von Pascal Groß.

Die Partie blieb hart umkämpft, wobei die Wiemelhauser die abgeklärtere Spielweise an den Tag legten. Doch der FCL hielt dagegen und hatte eine Riesenchance durch Moritz Thöne, dessen Schuss den Wiemelhauser Torwart prüfte.

Verdient war der Lennestädter Ausgleich, den Marius Friedrichs in der 32. Minute erzielte. Florian Friedrichs hatte sich bis zwöf Meter vors Tor durchgetankt und die Kugel ans Lattenkreuz geschlenzt. Auf den Abraller reagierte Marius Friedrichs am schnellsten und hämmerte den Ball ins Netz.

Lennestadt war nun besser und hätte fast vor der Pause noch die Führung geschafft, als Moritz Thöne den Ball scharf hereingab und ein Wiemelhauser Abwehrspieler gerade noch dazwischen ging, ehe Florian Friedrichs an den Ball kam.

Im zweiten Durchgang verlagerten sich die Gewichte wieder zu Gunsten der Wiemelhauser, der FC Lennestadt blieb zwar am Drücker, musste aber in der 66. Minute einen vorentscheidenden Rückschlag wegstecken, als Rene Löhr eine Hereingabe von Henning Wartala zum 1:2 einköpfte. Die zwei späten Gegentore trübten dann die Optik des Ergebnisses - doch der FCL kann ja am Sonntag alles ‘rausreißen.

 
 

EURE FAVORITEN