FC Lennestadt kurz vor dem Ziel

Moritz Thöne fehlt dem FC Lennestadt in Meschede.
Moritz Thöne fehlt dem FC Lennestadt in Meschede.
Foto: WP
Verwandelt der FC Lennestadt am Sonntag seinen zweiten Matchball zur Landesliga-Vizemeisterschaft?

Lennestadt/Meschede.  Zur Erinnerung: Der erste Versuch vor zwei Wochen ging krachend daneben. Hätte der FCL in Attendorn gewonnen und Hohenlimburg in Dröschede verloren, wäre der Kreispokalsieger durch gewesen. Aber es gab bekanntlich die hohe 1:9-Klatsche in Attendorn. Darüber hinaus gewann Hohenlimburg 3:0 in Dröschede und rückte dem FC Lennestadt bis auf vier Punkte auf die Pelle.

Aber nun hat es der FC Lennestadt selbst in der Hand. Ein Sieg beim SSV Meschede, und die zweite Landesliga-Vizemeisterschaft und Westfalenliga-Aufstiegsrelegation nach 2013 sind perfekt.

Wieviel Hilfe für die Zweite?

„Wir haben gegen Hennen das 1:9 in Attendorn gut verarbeitet und wieder Selbstvertrauen getankt. Jetzt wollen wir die letzten drei Punkte, die wir noch benötigen, in Meschede holen“, betont FCL-Trainer Jürgen Winkel. Mit 4:0 siegte der FCL am Pfingstmontag gegen den SC Hennen.

Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Kader für das Spiel im Sportzentrum Dünnefeld. Das Problem ist die 2. Mannschaft, die in der Kreisliga A tief im Abstiegskampf steckt und noch jeden Punkt braucht. Nach aktuellem Stand droht eine Viererrelegation, und es geht noch gegen die Titelkandidaten SG Kleusheim/Elben (A) und kommende Woche im Saisonfinale gegen Langenei/Kickenbach. „Wir müssen einen Spagat machen und die Interessen des Vereins im Gesamten sehen. Die Situation müssen wir irgendwie meistern “, so Jürgen Winkel.

Ob oder wie viele Spieler er für die 2. Mannschaft abstellen müsse, stehe aber noch in den Sternen. In Frage kommen zum Beispiel Adnan Spago, Björn Gödde, Lukas Völmicke und Christian Schmidt. Auf jeden Fall fehlen wird Kapitän Moritz Thöne, der gegen Hennen die fünfte gelbe Karte sah. Dafür darf Nils Hochstein wieder spielen. Der hat gegen Hennen seine Sperre abgesessen. Winkel betont: „Wir werden mit Sicherheit eine schlagfertige Truppe auf dem Platz haben. Wichtige Spieler zu ersetzen haben wir mit der Ausnahme Attendorn immer geschafft, und das wird auch in Meschede der Fall sein.“

An Meschede haben die Lennestädter gute Erinnerungen. In der Hinrunde begann mit dem 5:1-Sieg die Erfolgsserie von elf Siegen und zwei Unentschieden. Dazu spielen die Mescheder eine enttäuschende Saison, vor allem nach der Winterpause. Da gab es in zwölf Spielen nur 13 Punkte (4 Siege, 1 Unentschieden, 7 Niederlagen). Die Folge: Platz zehn.

Lange Durststrecke

Dennoch warnt Jürgen Winkel: „Meschede ist unberechenbar. Die spielen mal so, mal so und können jeden schlagen. Zuletzt haben sie beim 2:1-Sieg in Werdohl wieder aufsteigende Tendenz gezeigt.“ Die Wochen davor waren allerdings sehr ernüchternd für die Hochsauerländer: Null Punkte, 1:19-Tore; 1:7 in Altenhof, 0:3 gegen Neheim, 0:4 in Erlinghausen und 0:5 gegen Hünsborn.

Auch Meschede wird nicht in Bestbesetzung antreten können. Denn eine schwere Verletzung überschattete den 2:1-Sieg in Werdohl. Frank Holzmann war ohne gegnerische Einwirkung die Kniescheibe herausgesprungen. Holzmann muss sich nun in Hellersen einer OP unterziehen.

 
 

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