Biggesee-Marathon kommt gut an

Attendorn..  Schon auf den ersten Metern bekommen die Teilnehmer des 3. Biggesee-Marathons am 22. Juni einen Vorgeschmack auf das, was sie erwartet. Denn kaum ist der Startschuss im Strandbad Waldenburger Bucht verhallt, kommt auf das Läuferfeld eine herzhafte Steigung zu.

„Auf den ersten 500 Metern wird es schwierig,“ umschrieb Andreas Geyer vom veranstaltenden TV Attendorn die Ouvertüre zum 42-Kilometer-Gesamtwerk. Er ließ dabei den Lichtpunkt über die Streckenkarte wandern. Locker schaute das aus bei der Powerpoint-Präsentation. In der Realität wird es anders. Aber zumindest für die Läufer des Viertel-Marathons hatte Geyer eine gute Nachricht: „Die haben da oben die halbe Miete schon.“

Ganz anders diejenigen, die sich an den vollen Marathon wagen. Denen blühen einige knackige Anstiege. So müssen sie im letzten Drittel noch einmal kräftig beißen. Etwa, wenn es vor Biekhofen bergauf geht und kein Baum die Athleten vor der Sonne schützt.

Oder hinauf nach Beukenbeul, wenn die Tapferen bereits 35 Kilometer auf dem Buckel haben. „Das wird eine Prüfung. Der Anstieg nach Beukenbeul tut nochmal richtig weh“ weissagt Rolf Kaufmann, einer der Mitorganisatoren.

Aber genau das macht den Unterschied zu den meisten Marathonläufen aus. Der in Attendorn führt nicht über Straßen wie die in den Metropolen dieser Welt, sondern durch die wunderschöne Natur. „Wir haben bewusst einen Landschaftslauf gewählt,“ sagt Rolf Kaufmann und verrät: „Für uns war es ein Segen, dass die Sonderner Brücke so lange gesperrt war. Sonst hätten wir womöglich auch einen Straßenlauf gemacht und wären nicht auf die Idee einer Trail-Veranstaltung gekommen.“

Des Brückenbauers Leid ist der Läufer Glück. Denn die Strecke, wie sie sich heute darstellt, kommt gut an. Die Zahl der Voranmeldungen schnellte in die Höhe. Vor allem beim Halbmarathon. Dort meldeten sich 130 Läufer an, 2012 waren es noch 99.

Zusammen mit den Nordic Walkern lagen dem TV Attendorn 302 Meldungen vor. Im Vorjahr waren es 236. Rolf Kaufmann: „Meine Prognose, dass 400 an den Start gehen, ist wohl nicht falsch. 100 Nachmeldungen kriegen wir auf jeden Fall.“ 2012 entschlossen sich 100 Athleten kurzfristig zum Start, 2011 waren es sogar 150. Bis eine Stunde vor dem Start sind Nachmeldungen möglich.

Die steigende Popularität der eigenen Veranstaltung bekam Kaufmann jedenfalls schon zu spüren: „Als wir in Bonn mit dem T-Shirt vom Biggesee-Marathon aufliefen, wurden wir mehrfach drauf angesprochen.“

Start und Ziel sind diesmal innerhalb des Strandbades Waldenburg, ebenso die Siegerehrung. Acht Verpflegungspunkte sind eingerichtet, unter anderem hat die JVA sich bereit erklärt, einen solchen zu betreiben. Andreas Geyer: „Der Leiter der JVA war richtig begeistert, der ist selbst schon Marathon gelaufen.“

Apropos Verpflegung. 700 bis 800 Liter Getränke kommen am Samstag zum Einsatz, dazu ein Zentner Bananen, ein Zentner Äpfel und bis zu 50 Kilo Süßes und Saures. All das muss eingekauft werden. Scherzte einer der Helfer: „Die werden gucken, wenn wir das an der Supermarktkasse alles auf’s Band legen.“

 
 

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