Beim VSV Wenden soll die Luft brennen

Simon Meurer
Michel Alfes (VSV Wenden, Mitte) stürmt aufs gegnerische Tor zu.
Michel Alfes (VSV Wenden, Mitte) stürmt aufs gegnerische Tor zu.
Foto: WP
Drei Heimniederlage in Folge sind genug. Am Sonntag will der VSV Wenden in der Fußball-Bezirksliga 5 endlich wieder einen Sieg in Schönau bejubeln. Zu Gast ist der TSV Weißtal. Einen guten Tag braucht schon der SC Drolshagen, der bei der starken Germania Salchendorf gastiert.

Kreis Olpe.  Nach der unnötigen 1:2-Heimpleite gegen den TSV Weißtal wollten die Spieler des FSV Gerlingen bei der Fortuna aus Freudenberg eigentlich eine deutliche Reaktion zeigen. Eigentlich. Deutlich war dann nur die 0:5-Klatsche gegen die Freudenberger.

FSV-Trainer Thomas Lichtenthäler: „Nach dem 0:1-Rückstand verlieren wir die Ordnung. Wenn dazu noch Anweisungen, die vor dem Spiel besprochen wurden, nicht umgesetzt werden, dann verlierst du.“

Am Sonntag empfangen die Gerlinger die Schießbude der Liga, denn Hellas Lüdenscheid hat in elf Saisonspielen 46 Gegentore hinnehmen müssen. Allerdings gelang den Hellenen zuletzt ihr erster Saisonsieg, entsprechend eindringlich warnt Lichtenthäler: „Nach dem 2:0 über Netphen werden die Lüdenscheider Blut geleckt haben.“

Wahrlich keine leichte Aufgabe wartet da auf den SC Drolshagen. Die Elf von Trainer Oliver Kalisch reist zur Germania aus Salchendorf, einer der Aufstiegskandidaten. Eine Statistik dürfte dem Gast aus Drolshagener aber Mut machen: So souverän sich die Germanen in der Fremde präsentieren, so unsicher und anfällig sind sie auf dem eigenen Platz. Mit nur sieben Punkten aus fünf Partien finden sich die Salchendorfer in der Heimtabelle im unteren Mittelfeld wieder.

„Trotzdem ist der Gastgeber der große Favorit, die haben von Nummer 1 bis 20 einen sehr guten und absolut ausgeglichenen Kader“, stellt Oliver Kalisch klar, der sich auf die Partie freut: „Meine Truppe kann sich in den Spielen gegen die Top-Teams der Liga beweisen und befreit aufspielen.“ Bis auf Oliver Weuste, Dino Busch und Tim Willmes sind beim SCD alle Mann dabei. Kalisch: „Schön, dass sich die personelle Situation wieder entspannt. Vielleicht gelingt uns ja eine kleine Überraschung.“

Peter Bäumgen, Trainer des VSV Wenden, und der Weißtaler Coach Rene Neuser sind seit Jahren gut befreundet und kennen die jeweils gegnerische Elf genau. In Schönau werden sich also zwei Teams auf dem Platz gegenüberstehen, die bestens aufeinander eingestellt sein werden.

„Diese Woche ist Eiszeit angesagt, vor dieser Begegnung sprechen wir auf keinen Fall miteinander“, scherzt Peter Bäumgen, der einen Sieg von seinen Jungs fordert: „Die drei Heimniederlagen am Stück sind einfach zu viel. Gegen Weißtal muss die Luft brennen und am Ende ein Erfolg stehen. Der VSV war in den vergangenen Jahren zu Hause immer eine Macht und da müssen wir wieder hinkommen.“