Beachtlicher Erfolg für Team Lütticke

DerWesten

Dumicke/Leipzig. Einen beachtlichen Erfolg verzeichnete das Team von „Zelte Lütticke“ bei der Rallye Baja-Saxonia, der größten Offroad-Veranstaltung Deutschlands.

Die dritte Auflage der Rallye Baja-Saxonia fand in einem aktiven Braunkohle-Tagebau nahe Leipzig statt. Das Team Lütticke startete sowohl in der Pkw- als auch in der Motorrad-Klasse, inmitten von 328 Teilnehmern aus 14 Ländern.

Fand die erste Wertungsprüfung noch unter trockenen, staubigen Bedingungen statt, kämpften sich Manfred Lütticke und Oliver Sondermann im Mercedes G 300 Turbo und Michael Kinzel auf einer Husaberg FE 550 tags drauf nach starken Regenfällen durch extremen Untergrund.

Defekt am Auspuff

Trotz wochenlanger akribischer Vorbereitung kam es zu einem Auspuff- und Turboladerdefekt am Mercedes bereits am ersten und der Bergung des Rallye-Boliden aus einer Schlammkuhle am zweiten Tag. Dennoch gelang es Manfred Lütticke und Oliver Sondermann, das Rennen (pro Tag sechs Runden a 40 km) mit einer Platzierung im vorderen Mittelfeld zu beenden.

Im Prolog konnten sie noch für eine Überraschung sorgen und zeitgleich mit dem Vorjahressieger eine günstige Startposition einfahren. Diese Leistung ist inmitten des hochkarätigen internationalen Startfeldes mit teils gigantischen finanziellen Budgets bemerkenswert, zumal selbst Profi-Fahrzeuge ausfielen.

Die monatelangen Arbeitsstunden nach spätem Feierabend verblassen angesichts dieses Erfolges. Manfred Lütticke: „Glück ist Zufall, aber Erfolg ist planbar.“

Während die Fahrer der Pkw und Lkw ausschlafen konnten, mussten die Motorräder schon um 6 Uhr an den Start. Obwohl Michael Kinzel auf einige Erfahrung mit Moto Cross- und Enduro-Rennen zurückgreifen kann, bereitete die Navigation bereits am ersten Wertungstag Schwierigkeiten, zumal er als Rallye-Rookie mit einem selbst gebauten mechanischen Roadbook eines Freundes die perfekte Technik der Konkurrenten unterschätzt hatte.

Kurze Nacht

Er verpasste einen Kontrollpunkt mehrfach, konnte das teilweise extrem schnelle Rennen jedoch sturzfrei im Zeitrahmen beenden. Allerdings vergaß er neben dem Finish-CP den zusätzlichen Check-Out im Basislager. Somit wurde der erste Tag nicht gewertet.

Nach einer kurzen Nacht startete Kinzel mit ordentlich Frust im Bauch auf seiner Husaberg bei 6 Grad, obwohl viele Fahrer aufgrund der extremen Wetterlage nicht antraten. Nach verhaltenen 20 km ging Kinzel das Rennen in weiten Teilen ohne Navigation erneut äußerst beherzt an. Am Ende setzte sich Kinzel nach über drei Stunden gegen das gesamte Starterfeld durch und gewann die zweite Wertungsetappe der Klasse „Motorräder unter 180 Kilo“.

Das Team Lütticke ist sich einig: Nächstes Jahr geht es wieder an den Start. Die Baja Saxonia hinterlässt mit dem beeindruckenden Starterfeld, der internationalen Teams mit ihren Rennboliden, dem riesigen Tagebau-Areal und der perfekten Logistik einfach derart nachhaltige Eindrücke, dass man unbedingt wieder dabei sein möchte. Näheres unter www.baja-saxonia.de