Andreas Wieczorek geht in sein 4. Jahr bei RW Hünsborn

Andreas Wieczorek
Andreas Wieczorek
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Hünsborn.. Andreas Wieczorek hat seinen Vertrag bei Rot-Weiß Hünsborn um ein weiteres Jahr verlängert und wird somit im Sommer in sein viertes Jahr am Löffelberg gehen.

Co-Trainer bleibt Klaus Schmidt. Das gab der Fußball-Landesligist gestern in einer Pressemitteilung bekannt.

„Der sportliche Erfolg spricht deutlich für sich“, kommentierte der 1. Vorsitzende Sven Halbe die weitere Bindung von Andreas Wieczorek, für den aber nicht bloß die Resultate sprächen: „Wenn man sieht, mit welchem Elan die Mannschaft im Training dabei ist, das ist schon klasse.“

Auch der Trainer selbst musste nicht lange überlegen. „Hier sind immer 18 Spieler beim Training, so kann man gut arbeiten. Mit dem aktuellen Vorstand, der Förderverein und den Zuschauern hat der Verein eine super Struktur und ein super Umfeld. In den letzten zweieinhalb Jahren hat sich hier einiges entwickelt“, sagt Andreas Wieczorek und ergänzt: „Schön ist auch, dass der Verein nicht mit dem Erreichten zufrieden ist, sondern weitere Ziele hat. Wir sind auch noch nicht da, wo wir qualitätsmäßig hinkönnen.“

Das klingt so, als habe man nach dem Landesliga-Aufstieg 2010 und Platz sechs im Vorjahr nun den Aufstieg in die Westfalenliga fest ins Auge gefasst – mit Platz drei nach der Hinrunde ist das im Jahr des vermehrten Aufstiegs ja durchaus im Bereich des Möglichen.

Unter Druck setzen sich die Hünsborner Rot-Weißen aber nicht. „Vieles kann, nichts muss“, nennt Sven Halbe die Devise. „Dass wir den 3. Platz halten wollen, ist klar. Aber wenn der Erfolg wie jetzt nicht mehr da ist, ist das auch nicht so schlimm. Der Aufstieg war und ist nicht die Zielsetzung.“

Ins gleiche Horn stößt der Trainer. „Vom Aufstieg im zweiten Landesliga-Jahr zu sprechen, wäre fatal. Aber wenn wir das erreichen, nehmen wir das gerne mit. Gerade für einen Trainer ist jede Klasse höher eine reizvolle Sache“, sagt der 37-Jährige.

Ein Nichtaufstieg sei aber auch deshalb kein Beinbruch, weil die Landesliga, so Halbe, „eigentlich attraktiver“ für Hünsborn sei: „Wenden und Rothemühle wären für uns lukrativer als Gegner als etwa Werdohl.“

In einer anderen Sache wäre ein Aufstieg sogar hinderlich. Aus der starken A-Jugend, die im Sommer in die Bezirksliga aufgestiegen ist, will man mehr Talente als bisher in den Stamm der ersten Mannschaft führen. Bislang waren nur Dennis Niklas und Marius Uebach zu mehreren Einsätzen gekommen. Sollte Rot-Weiß Hünsborn tatsächlich aufsteigen, wäre der Sprung aus der A-Jugend in die erste Mannschaft noch einmal deutlich schwieriger.

Das sieht auch Sven Halbe so, der aber betont: „Unabhängig davon, in welcher Liga wir spielen, werden wir das so machen. Davon rücken wir auf keinen Fall ab. Wir wären ja auf dem ganz falschen Weg, wenn wir unsere eigenen Jugendspieler nicht einbauen würden.“

Neues gibt es übrigens auch im Fall Timo Schlabach, der sich kurz vor Silvester abgemeldet hatte (siehe Bericht gestern). Schlabach meldete sich am Donnerstag Abend bei den Rot-Weißen ab und legte dem Verein „nachvollziehbar“, wie Sven Halbe betonte, seine persönliche Situation dar. Dass sich der Siegerländer wieder anmeldet und in der Rückrunde mitmischt, sei nicht ausgeschlossen -- aber ungewiss. Unabhängig von der Entscheidung steht Hünsborn derzeit mit einem möglichem Neuzugang in Kontakt.

Auch bei der Hünsborner Zweiten hat sich übrigens etwas getan: neuer Trainer wird ab Mitte Januar Thomas Schneider (30), nachdem sich der Verein im November von Lars Setz getrennt hatte.

 
 

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