Achim Hoffmann: „Wir wollen weiter oben mitmischen“

Spielt das Wetter mit, treffen sich der SV Ottfingen und der VSV Wenden noch im alten Jahr wieder. Das Hinspiel am 21. August (Foto) gewann Wenden vor 650 Zuschauern mit 3:1.
Spielt das Wetter mit, treffen sich der SV Ottfingen und der VSV Wenden noch im alten Jahr wieder. Das Hinspiel am 21. August (Foto) gewann Wenden vor 650 Zuschauern mit 3:1.
Foto: Meinolf Wagner
Er gehörte zu den spektakulärsten Ergebnissen des Fußball-Wochenendes, dieser 4:0 (3:0)-Triumph des VSV Wenden im Bezirksliga-Spitzenspiel gegen den TSV Weißtal.

Wenden/Schönau.  „Der Gegner hat überhaupt keine Einstellung zu uns gefunden,“ resümierte Achim Hoffmann, Sportlicher Leiter des VSV, „in der zweiten Halbzeit war unser Sieg nicht mehr in Gefahr.“

Dennoch: Die Rückschau zeigt, dass es auch eine Art Endspiel war. Denn: „Hätten wir verloren, wären wir neun Punkte hinter der Spitze gewesen,“ verdeutlichte Hoffmann, „dann hätten wir einen Haken dahinter machen können.“

So aber sind es nur fünf Zähler bis zum Tabellenführer RSV Meinerzhagen. Und es wird kein Haken gemacht. Wohinter überhaupt? Hinter die Aufstiegs-Ambitionen natürlich. Die würde Achim Hoffmann zwar niemals lautstark reklamieren, aber er sagt: „Ich hoffe doch, dass wir da oben noch mitmischen.“ Schon allein eines guten Besuchs wegen. Hoffmann: „Die Zuschauer werden ja überall weniger.“ Daher sei es wichtig, sie mit guten Leistungen anzulocken.

Diese liefert der VSV Wenden seit einigen Wochen. 16 Punkte holten die Wendener aus den letzten sechs Spielen, die letzte Niederlage datiert vom 9. Oktober, es war das 2:3 gegen Freudenberg.

Die positive Entwicklung schreibt Achim Hoffmann vorrangig Jörg Rokitte zu, seit Sommer Trainer am Nocken. „Man sieht seine Handschrift,“ lobt Hoffmann den erfahrenen Coach, „er bringt die jungen Spieler vorwärts. Die Mannschaft hat einen Plan.“

Aber auch starke Konkurrenz. Der RSV Meinerzhagen ist nach wie vor Top-Favorit. Aber er ist nicht unschlagbar, wie genau der VSV beim 2:1-Sieg im direkten Duell vor vier Wochen bewies. Den SV Ottfingen schätzt Achim Hoffmann ebenfalls sehr stark ein. „Sie sollen mit dem Understatement aufhören,“ schickt er Richtung Siepen, „Ottfingen hat eine Landesliga-Mannschaft. Minimum!“

Noch im alten Jahr kommt es zum Klassiker SV Ottfingen gegen VSV Wenden. Feiner kann ein Fußballjahr doch gar nicht abgeschlossen werden. Hoffmann sieht es mit gemischten Gefühlen, er hofft, dass es keinen Wintereinbruch gibt und die Partie auch wirklich noch 2016 stattfindet: „Ist vielleicht besser, als wenn sie irgendwann im Frühjahr ist.“ Denn sollten beide Rivalen im fortgeschrittenen Stadium der Saison noch oben stehen, „dann könnte es doch wieder sehr heiß zugehen,“ vermutet Hoffmann.

Andererseits wäre dann Moritz Schweitzer mit von der Partie. Der Ex-Rothemühler kommt zur Winterpause. Wann genau der Torjäger tatsächlich im VSV-Trikot aufläuft, hängt vom Verhalten seines letzten Vereins SSV Langenaubach ab. Ob die Hessen eine Ablöse verlangen. Und wenn ja, ob Wenden diese zahlt. Am 1. März ist Schweitzer auf jeden Fall frei, „da können die Langenaubacher machen, was sie wollen,“ weiß Hoffmann. Werden sich beide Klubs - wie auch immer - einig, wäre der Stürmer ab 1. Januar spielberechtigt. Eine Rolle wird auch spielen, wie die letzten zwei Spiele 2016 ausgehen, ob Wenden noch „oben mitmischt“, wie Hoffmann es eingangs formulierte.

Sollte Schweitzer bis zum 1. März aussetzen, würde er dem VSV Wenden nur am 19. Februar fehlen. Am 26. Februar ist karnevalsfrei. Aber: Das eine Spiel ohne Schweitzer wäre genau das gegen den SC LWL, Rokittes Ex-Klub. Und es bedarf keiner großen Phantasie, anzunehmen, dass der Wendener Trainer den Torjäger da schon ganz gern mit an Bord hätte.

Tabellenspitze Bezirksliga 5
1. Meinerzhagen 15 59:22 35
2. Ottfingen 15 47:19 35
3. Weißtal 15 38:24 33
4. Wenden 15 33:15 30
5. Salchendorf 15 34:28 27

Spiele des VSV Wenden 2016
04.12. Wenden - Niederschelden
11.12. Ottfingen - Wenden

 
 

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