Viktoria Goch steht vor wegweisendem Duell

Fußball-Landesliga: In den kommenden Begegnungen wird sich zeigen, ob die Viktoria eher nach oben oder nach unten blicken muss.

Goch. So richtig gelegen kam der Gocher Viktoria der Spielausfall bei den Sportfreunden Broekhuysen nicht. Nach dem darauf folgenden spielfreien Osterwochenende gilt es nun am Sonntag gegen den Tabellendritten VfL Repelen wieder möglichst nahtlos an die zuvor gezeigten Darbietungen anzuknüpfen. Schließlich haben die beiden Erfolge zum Rückrundenauftakt den Gochern ein gutes Stück Luft verschafft. Ein wenig von dem Polster konnte die breite Konkurrenz im erweiterten Abstiegskampf aber den zwangsläufig tatenlos zusehenden Weberstädtern zuletzt wieder abjagen, so dass daheim gegen den im bisherigen Saisonverlauf überraschend starken Aufsteiger erneut Zählbares gefordert ist. „Dadurch, dass wir zwei Spiele weniger haben, müssen wir auch wieder nach unten schauen. Ich möchte aber auch den Blick nach oben nicht verlieren. Wenn wir die rückständigen Partien gewinnen sollten, sind wir auch ganz schnell oben dran“, weiß Viktoria-Coach Manfred Tebeck, dass in beide Richtungen noch vieles möglich ist. Dementsprechend appelliert er an seine Schützlinge mit der Konsequenz der ersten Rückrundenspiele zu Werke zu gehen, um frühzeitig den Weg nach oben einzuschlagen.

„Wir müssen Gas geben, um in der Spur zu bleiben. Lassen wir nur etwas nach, bekommen wir Probleme“, warnt er vor allzu laxem Auftreten wie in der letzten halben Stunde beim 3:2 im Kreispokal beim Bezirksligisten Uedemer SV. „Andererseits sind wir schwer zu schlagen, wenn wir so konzentriert auftreten wie in den letzten Wochen“, hofft Tebeck auf Weiterführung der verheißungsvoll begonnenen Rückserie. Die personelle Lage hat sich über die kurze Osterpause merklich entspannt. Nur Marc Debernitz droht noch längerfristig auszufallen. Kristof Prause, Peter Janßen und Marcel Sura haben ihre Verletzungen auskuriert und das Training wieder aufgenommen. Hinzu kommt nach seiner vereinsinternen Suspendierung mit Levon Kurikciyan eine weitere Alternative für die Offensive. Kurikciyan hat damit wieder die Gelegenheit sich im Training aufzudrängen. Der ein oder andere Mitspieler dürfte sich aufgrund der zuletzt starken Leistungen aber zunächst einen Vorsprung erarbeitet haben.

Aufsteiger VfL Repelen ist nach einer starken Vorrunde nach der Winterpause noch nicht in Tritt gekommen. Immerhin gelang im vierten Spiel zuletzt gegen VSF Amern der erste, wenn auch mühevolle Sieg (1:0). „Wir waren grausig, aber sehr effektiv“, kommentierte der Trainer des Überraschungsdritten Sascha Weyen. Repelen machte in der niveauarmen Partie tatsächlich aus wenigen Chancen drei Punkte, was „Mucki“ Tebeck an das 1:2 seiner Viktoria im Hinspiel erinnert. „Repelen steht relativ tief und lauert auf Konter. Sie haben häufig knapp gewonnen. Aber auch das ist eine Qualität“, so Tebeck, der hofft, dass ein früher eigener Treffer seinem Team mehr Räume geben könnte.

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