Turnier am Jan-Joest-Gymnasium dient fairem Handel

Handgenäht in Pakistan und fair gehandelt sind die Bälle, die der Eine-Welt-Laden Kalkar den Achtklässlern des Jan-Joest-Gymnasiums für ihr Fußballturnier zur Verfügung stellte.
Handgenäht in Pakistan und fair gehandelt sind die Bälle, die der Eine-Welt-Laden Kalkar den Achtklässlern des Jan-Joest-Gymnasiums für ihr Fußballturnier zur Verfügung stellte.
Foto: NRZ
Die Achtklässler der Kalkarer Schule spielten mit Bällen aus Pakistan. Sie nehmen am Wettbewerb „Alle für eine Welt“ teil. Gefragt sind dabei Beiträge zum Thema Entwicklungshilfe.

Kalkar..  Die Städte Kalkar am Niederrhein und Sialkot in Pakistan waren sich ganz nahe. Aus dem Unruhe-Land im Mittleren Osten stammten nämlich die Bälle, denen die acht Jungen- und Mädchen-Mannschaften beim Fußballturnier der Klasse 8 a des Jan-Joest-Gymnasiums in der großen Sporthalle des Kalkarer Schulzentrums nachjagten.

Beiträge zur Entwicklungshilfe

Die Veranstaltung war Teil des Projekts, mit dem sich die Schulklasse beim Wettbewerb „Alle für eine Welt“ des Bundespräsidenten bewirbt. Mitte März ist Einsendeschluss.

Gefragt sind dabei Beiträge zum Thema Entwicklungshilfe. Die Gymnasiasten hatten sich der Förderung des fairen Handels gewidmet, der Handwerker und Bauern in Entwicklungsländern angemessene Einkünfte für ihre Produkte garantiert und damit ein Leben oberhalb der Armutsgrenzen ermöglicht. So waren auch die drei Fußbälle durch den fairen Handel aus Pakistan in den „Fair-Rhein“-Weltladen Kalkar geraten, der sie der Klasse für das Turnier zur Verfügung stellte.

Fußball war aber auch nur ein Teilaspekt des Projekts. Die Schülerinnen und Schüler betrieben im Foyer der Halle einen Informations- und Verkaufsstand mit fair gehandelten Waren aus dem Eine-Welt-Laden sowie eine Caféteria, in der sich die Besucher mit belegten Brötchen, Kuchen und natürlich fairem Kalkar-Kaffee stärken konnten. Mehrere Schüler waren darüber hinaus mit Videokameras unterwegs, um die Ereignisse festzuhalten – auch das ein Wettbewerbsbeitrag.

Fair-Trade-Ball für Finalisten

Ob es für die Klasse am Ende zu einem Preis des Bundespräsidenten reicht, steht dahin. Sie feierte zumindest schon einen Etappensieg; denn ihre Fußballer gewannen das Turnierendspiel mit 1:0 nach Verlängerung gegen die Klasse 9 a. Beide Finalteilnehmer erhielten je einen Fair-Trade-Ball, der dritte wurde verlost. Im Übrigen nehmen auch noch zwei sechste Klassen des Jan-Joest-Gymnasiums am Wettbewerb des Bundespräsidenten teil. Sie haben sich ebenfalls mit dem fairen Handel und dem Problem der Kinderarbeit in Entwicklungsländern befasst.

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