Start frei für die Radrenngemeinschaft

Auf viele neue Radfahrer hofft Robin Schumann, der Sportlicher Leiter der Radrenngemeinschaft Kleverland
Auf viele neue Radfahrer hofft Robin Schumann, der Sportlicher Leiter der Radrenngemeinschaft Kleverland
Foto: NRZ
In dieser Woche hat sich ein neuer Verein gegründet, der sich vor allem die Nachwuchsförderungim Nordkreis Kleve auf die Fahnen geschrieben hat. Ein Mitwirkung ist aber auch beim Klever Radrennen geplant.

Kreis Kleve..  14 radsportbegeisterte Erwachsene aus Kleve, Kranenburg, Goch und Bedburg-Hau haben in dieser Woche einen neuen Verein gegründet und damit den Startschuss gegeben für die Radrenngemeinschaft Kleverland. RRG wird sich der neue Verein künftig abgekürzt nennen, ein Logo soll demnächst entstehen – die Mitglieder sind aufgerufen, sich hier schonmal kreative Gedanken zu machen.

Vorbereitung auf Rennen

Ein Hauptziel des frisch gegründeten Clubs ist die Nachwuchsförderung. „Es gibt im Nordkreis Kleve quasi keine Jugendförderung“, sagt Robin Schumann.

Der 62-Jährige ist Sportlicher Leister der Radrenngemeinschaft und wird einer der Trainer sein, die demnächst die Fahrer auf ihre Rennen vorbereiten. Seit rund 50 Jahren sitzt der Bedburg-Hauer bereits im Sattel. Er strampelt Jahr für Jahr zwischen 13 000 und 15 000 Kilometer auf seinem Rennrad.

„Etwa zwölf Jahre ist ein gutes Einstiegsalter für Jugendliche“, sagt Schumann, der etwa im gleichen Alter zum Radsport gekommen ist. Er wird demnächst aber auch junge und ältere Erwachsene mit sportlichen Ambitionen an Jedermannrennen heranführen. Und bei Bedarf auch auf dem Weg zum Lizenzfahrer begleiten.

Schumann berichtet weiter, dass der Vereinsname ganz bewusst so gewählt wurde: „Es geht uns darum Rennen zu fahren, wir wollen eine gute Gemeinschaft sein und nicht nur Fahrer aus einem Ort, sondern aus dem gesamten Nordkreis Kleve, ansprechen – deshalb Radrenngemeinschaft Kleverland.“

Jürgen Gertzen führt die RRG

Jürgen Gertzen aus Goch ist der erste Vorsitzende der RRG und natürlich auch schon seit Jahrzehnten passionierter Rennradfahrer. Der 62-Jährige betont: „Um die Leute, die aktiv Rennen fahren wollen, hat sich doch keiner mehr gekümmert.“

Von der Nachwuchsarbeit ganz zu schweigen, so Gertzen weiter, der dafür auch einen Grund nennt: „Der Radsport hat durch die Doping-Affären einen schlechten Ruf bekommen. Wir wollen da jetzt gegensteuern und auch an die Hochschule und die Schulen herantreten.“

Der vereinslose Gocher Hermann van de Wouw ist stellvertretender Vorsitzender. Corny Aben (ebenfalls vereinslos) aus Kleve hat das Amt des Schatzmeisters übernommen. Teilweise sind die Gründungsmitglieder (noch) in den Radsportabteilungen des TV Goch beziehungsweise SV Donsbrüggen angemeldet – denn der offizielle Eintrag der RRG Kleverland im Vereinsregister steht noch aus.

Fest steht auch bereits, dass die neue Radrenngemeinschaft aktiv beim Klever Radrennen „Rund ums Tönnissen-Center“ mitwirken wird. In den vergangenen Jahren war der SV Donsbrüggen jeweils als ausrichtender Sportverein mit im Boot – das kommende Radrennen am Sonntag, 17. August, ist zwar noch (im vergangenen Herbst) auf den SVD angemeldet worden, doch künftig wird wohl der neue Verein der Radsportverein sein, der für das Radrennspektakel auf Albersallee, Hoffmannallee, Südstraße und Triftstraße mitverantwortlich ist.

„Wir fahren aber nicht nur Rad“, erläutert Robin Schumann weiter zu den geplanten Aktivitäten. Im Tönnissen-Center in Kleve soll ein Raum angemietet werden, wo die Rennfahrer witterungsunabhängig vor allem jene Muskeln trainieren können „die sonst verkümmern“, wie es der Sportliche Leiter ausdrückt. Er meint damit in erster Linie gymnastische und koordinative Übungen.

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