Sebastian Kaul tritt beim 1. FC Kleve zurück

Sebastian Kaul ist nicht länger Trainer des 1. FC Kleve. Der 32-Jährige trat gestern mit sofortiger Wirkung zurück. (Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool)
Sebastian Kaul ist nicht länger Trainer des 1. FC Kleve. Der 32-Jährige trat gestern mit sofortiger Wirkung zurück. (Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool)
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Zumindest ein halbes Jahr hätte Sebastian Kaul die Fußballer des 1. FC Kleve noch trainieren sollen. Dazu kommt es aber nicht mehr – der 32-Jährige ist mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Kaul teilte dies gestern dem Vorstand der Blau-Roten mit, der erst vor wenigen Tagen beschlossen hatte, nur noch bis Juli mit dem ehemaligen Profi weiterarbeiten zu wollen.

Kleve.. Ein paar Nächte hat Kaul nach eigener Aussage darüber geschlafen. „Ich habe es mir nicht einfach gemacht. Aber es wäre nicht sinnvoll, noch länger Trainer zu bleiben“, sagte der scheidende Coach gestern. Und warum will er nicht mehr weitermachen? „Dafür gibt es vielerlei Gründe“, meinte Kaul, der seit 2009 hauptverantwortlich Seniorenmannschaften des FCK betreute. „Ich bin enttäuscht und auch überrascht, dass der Verein nicht mehr mit mir plant. Das muss ich akzeptieren, auch wenn ich mir sportlich nichts vorwerfen kann. Aber die Art und Weise ärgert mich.“

In einem Gespräch vor Weihnachten habe der Vorstand ihn gebeten, sich für die neue Saison Gedanken zu machen. „Ich habe mir zwar Bedenkzeit erbeten. Aber dann wurde mir frühzeitig mitgeteilt, dass mit mir nicht geplant wird“, sagte Kaul. „Mir wurde zuvor der Eindruck vermittelt, dass es für mich weitergeht.“

Christoph Thyssen und seine Vorstandskollegen traf der Kaul-Rücktritt derweil überraschend. „Es ist sehr schade. Wir hätten gerne bis zum Sommer mit ihm weitergemacht“, sagte der FCK-Vorsitzende gestern der NRZ. Zum Entschluss, sich am Saisonende von Kaul zu trennen, sagte der 36-Jährige: „Mit der bisherigen Arbeit sind wir zufrieden. Aber das Gespräch über die neue Saison war für uns enttäuschend.“ Die Idee, noch mehr auf die Jugend zu setzen, sahen die Verantwortlichen nicht stark genug berücksichtigt. Zudem hatte Kaul eingeräumt, beruflich und familiär sehr stark eingebunden zu sein. „Für das, was wir vorhaben, erwarten wir aber größeren Zeitaufwand“, so Thyssen.

Nicht von langer Hand geplant

Im Sommer übernimmt Thomas von Kuczkowski, derzeit Sportlicher Leiter, das Traineramt. „Uns ist bewusst, dass das für Gerede sorgt. Aber dieser Schritt ist nicht von langer Hand geplant“, erläuterte Thyssen. „Wir haben mehrere Kandidaten gehabt und uns schließlich einstimmig für Thomas von Kuczkowski entschieden.“ Dass „Kucze“ ab sofort einsteigt, ist für den FCK-Vorsitzenden nur eine Option: „Wir müssen sehen, wie wir die Saison beenden.“

Kaul indes will im kommenden Halbjahr erst einmal eine Auszeit nehmen und dann „sehen, was im Sommer passiert. Dem Fußball will ich auf jeden Fall erhalten bleiben.“

 
 

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