Schach macht Schule

Schach an einer Klever Schule
Schach an einer Klever Schule
Foto: NRZ
Schach macht Schule. Und dies ist laut Stefan Smolin, dem Leiter der Schachschule Kleve-Kranenburg erst der Anfang. Denn der 61-jährige Klever, der den königlichen Denksport an vier Schulen vermittelt, will noch mehr. „Demnächst gehe ich auch in Kindergärten“, erzählt der Schachexperte, der beim Deutschen Schach bund das Schulschachpatent erlangt hat.

Kreis Kleve..  Schach macht Schule. Und dies ist laut Stefan Smolin, dem Leiter der Schachschule Kleve-Kranenburg erst der Anfang. Denn der 61-jährige Klever, der den königlichen Denksport an vier Schulen vermittelt, will noch mehr. „Demnächst gehe ich auch in Kindergärten“, erzählt der Schachexperte, der beim Deutschen Schach bund das Schulschachpatent erlangt hat.

Nach den Sommerferien beginnen neue Schachkurse an drei Klever Schulen: An der Marienschule (Materborn), St. Michael (Reichswalde) und der Klever Realschule. Durch die Unterstützung von Ursula van Driel, Bereichsleiterin der SOS-Kinderdorfer Niederrhein, konnte das Projekt „Schach in Schulen“ realisiert werden.

„Auch an der St.-Georg-Grundschule in Kranenburg-Nütterden hat Schulleiter Paul-Heinz Böhmer gezeigt, dass Schach eine selbstverständliche Sport- und Freizeitbeschäftigung im Leben der Schüler ist“, freut sich Smolin, dass er auch im Sieben-Quellen-Dorf den Mädchen und Jungen das logische Denken auf dem Schachbrett vermitteln kann. Größer als zehn Kinder sollen seine Lerngruppen aber nicht werden, die er dann einmal wöchentlich unterrichtet.

„Jahrelange und weltweite Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder, die Schach spielen können, oftmals besser in der Schule sind, als gleichaltrige Schulkameraden“, sagt der Experte.

Smolin ist auch selbst noch aktiver Schachspieler der Ersten Mannschaft des Vereins Springer Kranenburg. Er spielt schon seit über 50 Jahren Schach: Begonnen hat er 1957 bei Olympia Piekary in Schlesien. Nach seiner Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1981 blieb er dem Schachspiel treu, spielte in verschiedenen Vereinen – unter anderem ist er seit 1988 Mitglied des Schachvereins Turm Kleve.

„Besonders im Kindes- und Jugendalter trägt Schach zur Förderung der Persönlichkeit bei“, ergänzt Smolin. Mit Schach lassen sich positive Eigenschaften, wie Intelligenz, Kombinationsvermögen, Konzentration, Logik, Übersicht, die Fähigkeit Probleme zu lösen, verbinden, erläutert der Schachlehrer. So fördere auch Schach im Bereich des Denkens, vor allem die Konzentrationsfähigkeiten und das folgerichtige, logische Denken.

„Ferner werden Urteilsvermögen, allgemeine Analysefähigkeiten sowie das räumliche und auch das abstrakte Denken stark verbessert. Darüber hinaus spielen in diesem Zusammenhang, die Voraussicht und damit die Fähigkeit zur Vorausplanung, eine nicht zu unterschätzende Rolle“, so der 61-jährige Geschäftsführer, der sich ab dem kommenden Samstag, 1. September, „Rentner“ nennt. Am Wichtigsten jedoch und fast von unschätzbarem Wert, sei durch die ständige Anwendung und das Üben, die Entwicklung eigener Problemlösestrategien, ist sich Smolin sicher. Diese Fähigkeit sei übertragbar auf andere Wissensgebiete.

 
 

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