Profis von Borussia Mönchengladbach besuchten Fanclub in Kleve

Oscar Wendt und Alexander Ring (3. und 4. von links) waren rund zwei Stunden in Kleve zu Gast.
Oscar Wendt und Alexander Ring (3. und 4. von links) waren rund zwei Stunden in Kleve zu Gast.
Foto: NRZ
Unter dem Motto „Stimmung ja – Randale nein!“ sind seit 20 Jahren Fans des Fußballvereins Borussia-Mönchengladbach auch in Kleve organisiert. Jetzt erhielten die Anhänger der Fohlenelf Besuch der Profikicker Oscar Wendt und Alexander Ring.

Kleve.. Angefangen hat alles mit rund 40 Mitgliedern – heute gehören dem Borussia-Fanclub 187 Anhänger der Fohlenelf an. Mit zwei Bussen waren die Klever zuletzt am vergangenen Samstag zum Niederrhein-Derby gegen Fortuna Düsseldorf unterwegs. „Demnächst fahren wir mit 25 Mitgliedern nach Rom“, weist Vorsitzender Dirk Schumacher auf den nächsten Höhepunkt hin.

Traditionell dürfen sich die Mitglieder des Klever Borussiafanclubs in regelmäßigen Abständen über prominenten Besuch aus dem Borussia-Park freuen. Nach mehr als zwanzig Jahren kann sich mittlerweile die hochkarätige Gästeliste mit zahlreichen Nationalspielern wie Martin Dahlin, Marcell Janssen, Igor de Camargo und Juan Arango durchaus sehen lassen.

Alle Fragen beantwortet

Jetzt waren die beiden skandinavischen Nationalspieler Oscar Wendt (Schweden) und Alexander Ring (Finnland) anlässlicher einer kleinen Feier mit Kaffee und Kuchen in der Vereinsgaststätte am Materborner Sportplatz zu Gast bei den Klever Gladbach-Fans.

Geduldig beantworteten die beiden Profi-Kicker zunächst rund zwei Dutzend Fragen der Fans. Natürlich wurde Alexander Ring gleich auf sein erstes internationales Tor für Mönchengladbach seit fast zwei Jahrzehnten im Spiel gegen Kiew angesprochen

. „Wann habt Ihr mit dem Fußballspielen angefangen“, wollte der achtjährige Lennart Ehmann, der selber in der F-Jugend der SV Bedburg-Hau kickt, wissen.

Oscar Wendt antwortete,dass er mit fünf Jahren begonnen habe. Ein anderer Fan wollte wissen, wieviel Zeit die Kicker für Videoanalysen aufbringen müssen. „Zu viel“, erklärte Wendt. „Ich gucke bei Borussia mehr Video als zu Hause. Das ist unserem Trainer Lucien Favre sehr wichtig, wir machen jeden Tag Videoanalyse!“

Wirbel um „Wette“ mit de Camargo

Während Alexander Ring zwar freundlich, aber eher zurückhaltend war, hatte Oscar Wendt offensichtlich Spaß an dem Frage-und-Antwort-Spiel. Auf die Frage nach seinen Zielen mit der Fohlenelf in dieser Saison sagte der Schwede: „Wir wollen wieder international spielen – mindestens Position sechs sollte möglich sein.“ Und dann schob er noch schmunzelnd hinterher: „Noch Platz eins zu erreichen dürfte schwierig werden...“

Angesprochen wurden die beiden Gladbach-Kicker auch auf ihre Teamkollegen Luuk de Jong und Igor de Camargo. Über den Niederländer sagte Wendt, dass er ihn für einen „Topstürmer“ halte, der noch groß auftrumpfen werde. Über de Camargo, über dessen Wechselmöglichkeit diskutiert wurde, sagte Alexander Ring, dass er sich im Training keineswegs hängen lasse und voll mitziehe.

Apropos Igor de Camargo: Der Belgier mit brasilianischen Wurzeln war genau vor zwei Jahren Gast bei der Weihnachstfeier der Klever Fans. Seinerzeit waren die Fohlen abgeschlagen Tabellenletzter – eine Rettung schien unmöglich. Damals bot Gladbach-Fan Klaus Ketelaer aus Kranenburg-Niel dem Borussen-Stürmer eine verrückte Wette an. Er wollte um 500 Euro wetten, dass Borussia den Klassenerhalt nicht mehr schafft. „Igor de Camargo wollte dagegenhalten, zückte sein Portemonnaie – doch das war leer“, erinnert sich Ketelaer. Übrigens soll der Mitarbeiter Borussias, der Igor de Camargo zu dem Fan-Treffen begleitete, in dieser Situation leicht nervös geworden sein...

Mönchengladbach schaffte dann wirklich noch den Klassenerhalt. Pikant an der Sache ist, dass ausgerechnet de Camargo mit seinem 1:0 gegen Bochum in der Relegation an diesen Erfolg nicht unbeteiligt war.

„Danach hat Igor de Camargo mehrmals bei dem Fanbeauftragten von Borussia Mönchengladbach nach dem Fan gefragt, der ihm die Wette angeboten habe“, erzählt Dirk Schumacher und zeigt ein „Fahndungsplakat“, das die Klever Fans erstellt haben und jetzt Oscar Wendt und Alexander Ring für ihren Mitspieler mitgegeben haben. In der Beschreibung heißt es dort, gesucht werde ein „komischer Typ“ mit den besonderen Kennzeichen „Keine Ahnung von Fußball, ständig Pleite und ziemlich große Klappe“. Auf de Camargos Reaktion sind die Klever nun sehr gespannt...

 
 

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