Ein Sieg ist für Hö.-Nie. Pflicht

Niedermörmter.  Fünf Punkte, 11:30 Tore - das ist die ernüchternde Bilanz nach 13 Spieltagen in der Fußball-Oberliga für den SV Hönnepel-Niedermörmter. Zwar hatte man an der Rheinstraße lediglich den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben, mit einem solch schlechten Abschneiden hatten aber selbst die größten Pessimisten nicht gerechnet. Der Abstand zum rettenden Ufer ist inzwischen auf neun Zähler angewachsen, eine schwere Hypothek für das Team des jungen Trainers Daniel Beine, der seine gute Laune aber noch nicht verloren hat: „Bis zum Saisonende ist es noch ein langer Weg. Wir müssen nun aufholen, und damit wollen wir am Sonntag beginnen.“

Und dazu bietet sich die Gelegenheit in der Begegnung mit dem FC Kray, der in der momentanen Tabelle nur zwei Punkte mehr auf dem Konto hat. Während Hö.-Nie. noch keinen Sieg gelandet hat, haben die Krayer immerhin einen Sieg einfahren können (5:0 gegen den Cronenberger SC).

Am vergangenen Sonntag kassierte das Beine-Team eine klare 0:4-Niederlage bei der Spielvereinigung Velbert, die das wahre Kräfteverhältnis zwischen beiden Mannschaften aber nicht richtig widerspiegelte. An der verdienten Niederlage des SV gab es nicht die geringsten Zweifel, doch das Ergebnis fiel deutlich zu hoch aus. Daniel Beine zog somit auch ein recht positives Fazit: „Erfreulich war, dass die Einstellung der Mannschaft gestimmt hat. Wir haben genügend Torchancen herausgespielt, aber kein Mal getroffen.“ Dies zeige deutlich die Abschlussschwäche des Teams. „Daran müssen wir arbeiten“, hofft Beine darauf, dass der Knoten endlich platzt. Die Stimmung sei trotz der vielen Negativerlebnisse nicht „im Keller“, bewundert der Coach die gute Moral seiner Truppe, die nun im 14. Anlauf den ersten Sieg feiern möchte.

Das Spiel in Velbert habe gezeigt, dass seine Truppe durchaus oberligatauglich sei. Über weite Strecken sei man dem Gegner fast ebenbürtig gewesen. Der sei allerdings im Abschluss abgebrühter gewesen. Mit einem Sieg über den FC Kray, der auf Grund der derzeitigen Tabellenlage auch dringend notwendig ist, würde man zumindest die „rote Laterne“ wieder los sein. Beine weiß um die große Bedeutung des „Abstiegsgipfels“ an der Rheinstraße: „Das ist ein Endspiel für uns, das wir zu Hause einfach gewinnen müssen. Wenn das nicht passiert, könnte der Zug fast schon abgefahren sein. Wir müssen dem Gegner mit Respekt begegnen.“ „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand und alles andere als drei Punkte zählen nicht“, sagt Kray-Trainer Muhammet Isiktas. Der SV Hö.-Nie. wird wahrscheinlich weiter aus Kai-Robin Schneider und Arne Kleinpaß verzichten müssen. Angeschlagen sind zudem Daniel Boldt und Ajdin Mehinovic, auf deren Mitwirken Daniel Beine aber hofft.

Er erwartet ein Match, in dem bei beiden Mannschaften der Kampf im Mittelpunkt stehen werde: „Wir müssen von Beginn an zeigen, dass wir der Herr im eigenen Hause sind.“