Der Kreis schließt sich

Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins (2. von links) machte symbolisch den ersten Spatenstich für die neue Platzanlage in Nütterden. Im Herbst sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen werden. (Foto: Kurt Michelis / WAZ FotoPool)
Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins (2. von links) machte symbolisch den ersten Spatenstich für die neue Platzanlage in Nütterden. Im Herbst sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen werden. (Foto: Kurt Michelis / WAZ FotoPool)
Bürgermeister Günter Steins gibt mit einem Spatenstich den symbolischen Startschuss für umfangreiche Baumaßnahmen auf der Anlage des SV Nütterden. Im Herbst sollen die Arbeiten an den neuen Plätzen und der Rundlaufbahn abgeschlossen werden.

Kranenburg.. Mit Freude stach Günter Steins in den Boden und schaufelte mit dem Spaten ein paar Brocken Erde durch die Luft. Der Bürgermeister der Gemeinde Kranenburg gab damit symbolisch den Startschuss für umfangreiche Bauarbeiten auf der Anlage des SV Nütterden.

Zunächst kommt am Haferkamp noch schweres Gerät zum Einsatz, denn Erde wird noch massig bewegt. An der Stelle, an der Steins heute den Spatenstich setzte, soll schon bald Kunstrasen verlegt werden. Zusätzlich entsteht eine weitere Trainingsfläche; der Aschenplatz indes wird in einen Naturrasenplatz umgewandelt, drumherum eine Rundlaufbahn angelegt. Darauf proben dann spätestens ab 2013 die Sportler von Leichtathletik Nütterden.

Für Gerd Aengenheister schließt sich mit der Fertigstellung ein Kreis. „Den ersten Antrag für eine Bahn hat der Verein 1988 gestellt. Wenn alles fertig ist, sind 25 Jahre vergangen“, sagt der LN-Vorsitzende und freut sich über die besseren Möglichkeiten für die 401 Mitglieder. Bisher mussten sie oft zum Training nach Hau oder Kleve ausweichen.

Mehr Platz für fast 1000 Mitglieder

Wichtig ist die Vergrößerung der Anlage aber auch für den SVN. „Wir benötigen die Spielflächen einfach, weil wir so viele Mannschaften haben. Außerdem will heute doch kein Mensch mehr auf Asche spielen“, sagt Ewald Gertzen, Vorsitzender bei dem 550 Mitglieder großen Klub. Im Spätsommer, zum Start der neuen Saison, soll der Ball bereits über den Kunstrasen rollen.

Fast 1000 Sportler sollen bald von den neuen Platzmöglichkeiten profitieren; insgesamt werden dafür 1,6 Millionen Euro investiert. Nur teilweise werden die Kosten von der Gemeinde getragen. Durch Eigenkapital, Kredite und Eigenleistung stemmen die beiden Klubs ihre Kosten, wobei die Leichtathleten nur für die Rundlaufbahn aufkommen müssen.

Mitglieder packen an

Wie viel sich durch eigenen Arbeitseinsatz sparen lässt, ist für Gertzen schwer erfassbar. Der SVN-Vorsitzende kann aber zumindest sagen, „dass die Leute voll mitziehen. Allein zwölf Mann gehören zu einer Platzarbeiter-Truppe, die sich jeweils dienstags trifft“. Weitere 20 Freiwillige packen samstags mit an. Das freut auch Günter Steins: „Die Vereine leisten einen erheblichen Beitrag. Das ist eine tolle Sache.“

Im Juli 2010 gab der Rat grünes Licht für die neue Anlage – und folgte damit nicht der Empfehlung aus dem Sportentwicklungskonzept, die bloß eine zentrale Anlage in Kranenburg vorsah. „Das wäre so nicht akzeptiert worden. Jetzt aber ist für viele Jahre gewährleistet, dass hier weiterhin Sport getrieben wird“, sagt der Bürgermeister. Der für die nächsten 50 Jahre laufende Pachtvertrag gibt Planungssicherheit.

 
 

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