Cadillac errreicht die Höchstnote

Goch..  Er kam, sah und siegte – so lässt sich die Vorstellung des dreijährigen Hengstes Cadillac im Rahmen des 10. Asperdener Freispringwettbewerbes überschreiben, zu der zahlreiche Besucher in die neue Vereinsreithalle des RFV „von Diesen“ Asperden-Kessel gekommen waren. „Dreijährig, schon sehr reif im Ablauf, präsentiert sich von Anfang kraftvoll, sportlich, vorsichtig unterwegs, schön über dem Rücken – so wollen wir es sehen, insgesamt ganz wenig auszusetzen, zwei Mal die 9,00“, so fasste Richter Jürgen zur Nieden, der gemeinsam mit Franz-Josef Heitzer die Beurteilung der Nachwuchspferde vornahm, die Vorstellung des Cristallo II Sohnes (Muttervater Cornet Obolensky) zusammen.

Westfale zur Nieden

Noch bevor der Westfale zur Nieden zwei Mal sehr gut verkündet hatte, brandete bereits lang anhaltender Beifall vom höchst interessierten Publikum auf. Längst hatte dieses erkannt, mit welchem Springvermögen und welcher Leistungsbereitschaft dieser dreijährige Hengst aus der Gelderner Zuchtgemeinschaft Schraets die Sprünge überwunden hatte. Kein Zweifel, „Cadillac“ hieß der wunderschöne, viel umjubelte Sieger bei den dreijährigen Pferden, der überlegen mit der Gesamtnote von 18.0 die Asperdener Jubiläumsveranstaltung anführte.

„Cristallo II“ (Cornet Obolensky x Cassini I) setzte aber nicht nur mit dem Schimmelhengst dem Wettbewerb seinen Stempel auf. Denn auch auf den weiteren Plätzen waren seine Nachkommen erfolgreich. So ging Rang zwei an „Coco Chanell M“ aus der Wettener Zuchtstätte Mevissen und Platz drei erzielte „Christine L.W.“, aus der Zucht des Weezers Levinius Weber. Mit „Cristella SG“ aus der Zuchtstätte des Kranenburgers Gerd Schulte-Geldermann siegte bei den Vierjährigen eine Tochter des gefeierten Springsiegers der NRW-Hauptkörung 2009, deren Muttervater „Lord Lancer“ ist. Auf den weiteren Plätzen rangierten Nachkommen des „Quipeggio“, „Contini“ und „Cassini Boy Junior“.

Groß war die Freude auch bei Vater und Sohn Zahn aus Alpen. Denn bei den Ponys siegte der schicke vierjährige Dunkelfalbe „Contigo“ (FS Champion de Luxe x Kantje’s Ronaldo) mit einer Gesamtnote von 17,0, gefolgt, von „Marisca“ (Miraculix x FS Pavarotti), wiederum aus der Kranenburger Zuchtstätte von Gerd Schulte-Geldermann. Rang drei bei den vierjährigen Ponyhengsten ging an „FS Champion de Luxe x Mentos“, der der Zucht des Asperdeners Karl Müskens entstammt.

„Zu beurteilen waren von den Richtern besonders Rhythmus, Beintechnik und Bascule der vorgestellten Pferde“, schildert Anna van Bebber, Pressewartin des Veranstalters, das Prozedere. „Wenn der Widerrist des Pferdes über dem Hindernis den höchsten Punkt ausmacht, wölbt das Pferd seinen Rücken richtig auf, erklärt Richter zur Nieden die Bascule. Und auf die Frage, wie ein optimales Springpferd aussehen soll, fällt seine Antwort kurz und knapp aus: „So wie der Erstplatzierte bei den Dreijährigen.“

Gelungen war die abschließenden Hengstpräsentation von fünf Warmblut- und zwei Kaltblut-Landbeschälern durch das Landgestüt NRW. Insgesamt eine gelungene Veranstaltung in dem neu geschaffenen Ambiente, von dem sich auch die Besucher beeindruckt zeigten.

So geht es weiter

Deutlich zu erkennen im Rahmen des 10. Asperdener Freispringwettbewerbes: Die zahlreichen Besucher wollten die Chance nutzen, einen Blick in die neue Reitanlage des Veranstalters zu werfen. Dabei kann ein solcher Blick bereits in zwei Wochen wiederholt werden, wenn der RFV „von Driesen“ insbesondere die jungen Reiter aus dem Kreispferdesportverband Kleve zum Winterhallenturnier lädt.

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