Aufstiegskampf: Aus drei mach zwei

Appeldorn - Donsbrüggen
Appeldorn - Donsbrüggen
Foto: Evers, Gottfried (eve)
Fußball-Kreisliga A: Noch ist offen, wer den Sprung in die Bezirksliga schafft. Spitzenreiter Walbeck hofft auf Ausrutscher des GSV und des FCA.

Kreis Kleve. Selbst in der Fußball-Kreisliga A ist es außergewöhnlich, dass vier Spieltage vor Ende der Saison erst eine Entscheidung gefallen ist. Siegfried Materborn ist erster (sportlicher) Absteiger. Die Frage nach den beiden Aufsteigern ist noch ungeklärt. Der Kreis der heißen Kandidaten: Spitzenreiter SV Walbeck, GSV Geldern und FC Aldekerk.

TSV Weeze – SV Rindern. Fünf Punkte liegen die „Zebras“ noch vor den Abstiegsrängen. Es braucht also noch mehrere Zähler, um auf der sicheren Seite zu sein. Entspannter kann der TSV Weeze den Rest der Saison angehen. „Da uns wieder mehrere Studenten und auch Spieler der A-Jugend fehlen werden, rechne ich mir für das Heimspiel gegen Rindern nicht viel aus“, verrät Weezes Trainer Hartmut Bieck.

BV Sturm Wissel – Viktoria Goch II. Sechs Punkte liegen die Gocher vom rettenden Ufer entfernt. Da müssen nun Siege her, um die Klasse noch zu halten. „Gegen Wissel erwartet uns eine schwere Aufgabe“, sagt Kato Sürün. Das Hinspiel wurde 4:1 gewonnen, eine Wiederholung ist aber eher unwahrscheinlich. Gochs Trainer muss auf Danny Becker (gesperrt) und auf Mittelfeldmotor Ferhat Sürün (verletzt) verzichten. Den Wisselern fehlt rein rechnerisch noch ein Punkt zum Klassenerhalt.

Siegfried Materborn – DJK Twisteden. Nach dem spielfreien Sonntag geht es für die DJK zum Absteiger Siegfried Materborn. „Wir haben uns einen Sieg fest vorgenommen“, sagt Andreas Raadts, Spielertrainer der Twistedener. Seine Mannschaft besitzt nach zuletzt fünf Siegen in Folge noch eine kleine Chance auf den Aufstieg. An der Materborner Allee wird hingegen die Zeit heruntergezählt, bis das Kapitel A-Liga abgeschlossen ist. Die Truppe von Trainer Ottmar Döllekes wird dennoch keine Zähler abschenken.

DJK Appeldorn – Concordia Goch. Selbst nach der 3:7-Niederlage in Walbeck besitzt die Concordia noch eine rechnerische Chance auf Platz zwei, auch wenn Co-Trainer Joachim Kolmer das Thema Aufstieg schon vor Wochen zu den Akten gelegt hat. Ähnlicher Meinung ist auch Spielertrainer Stephan Gregor: „Wir spielen eigentlich im Aufstiegsrennen keine Rolle mehr, andere Mannschaften haben da das bessere Restprogramm. Wir haben unsere Chancen schon in der Hinrunde verspielt.“ Die zuletzt spielfreien Appeldorner orientieren sich eher nach unten. Der DJK fehlen noch mehrere Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern.

GSV Geldern – SV Donsbrüggen (heute, 20 Uhr). Für Donsbrüggen steht der Klassenerhalt fest. Gerade noch rechtzeitig, um in den noch ausstehenden Spielen gegen die Top-Teams nicht noch auf Punkte angewiesen zu sein. „Wir können ohne Druck spielen, den Gegner kommen lassen und über Konter versuchen, zum Erfolg zu kommen“, erklärt Donsbrüggens Spieler Stefan Klümpen. Peter Streutgens hat die Warnung verstanden: „Wir werden sicher nicht ins offene Messer laufen, sondern aus einer sicheren Defensive heraus Nadelstiche setzen“, kündigt der Trainer des Tabellenzweiten an.

FC Aldekerk – Kevelaerer SV (heute, 20 Uhr). Der Kampf um den Klassenerhalt wird bei den Kevelaerern von Improvisation bestimmt. „Ich weiß noch gar nicht, ob ich eine Elf zusammen bekomme“, sagte KSV-Trainer Dieter Ehm am Wochenanfang noch schulterzuckend. Es fehlen ihm mehrere Verletzte und Studenten. Der FC Aldekerk möchte sich keine Blöße geben, zumal am Ende das Torverhältnis entscheidend sein kann. „Der Tabellenplatz des Gegners ist bedeutungslos. Für uns gibt es jetzt nur noch Endspiele“, sagt FC-Spielertrainer Peter Orlowski.

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