Welcher Rekord wird in der Deutschen Eishockey-Liga gebrochen?

Willy Schweer
Auch in der 19. DEL-Saison werden wieder Rekorde aufgestellt.
Auch in der 19. DEL-Saison werden wieder Rekorde aufgestellt.
Foto: Michael May/IKZ

Iserlohn. Die Deutsche Eishockey-Liga steht vor ihrer 19. Spielzeit, und auch die - da sind sich die Verantwortlichen sicher - wird das Publikum wieder anlocken. In Europa gibt es nur in der Schweiz (6662) und in Schweden (6487) einen höheren Zuschauerschnitt bei den Spielen der ersten Ligen als in der DEL, wo es in der vergangenen Serie eine Steigerung auf 6280 Fans pro Spiel gab.

Sechs Vereine immer dabei

In den 18 Spielzeiten haben 31 Vereine um DEL-Punkte gespielt, und mit Mannheim, Köln, Eisbären Berlin, Nürnberg, Krefeld und Augsburg sind sechs Klubs vom Start weg ununterbrochen dabei. Die „Eishockey News“ haben in ihrer umfangreichen Statistik auch die „Ewige Tabelle“ erstellt, und hier führen die Adler Mannheim mit 1557 Punkten aus 948 Spielen vor den Kölner Haien (1544) und den Eisbären (1509). Die Roosters, seit zwölf Serien dabei, sammelten seither 861 Punkte und sind auf Rang elf notiert.

Robert Hock der Topscorer

Eine Spitzenposition ist den Roosters aber nicht zu nehmen. Ihr Kapitän Robert Hock ist mit 749 Scorerpunkten aus 836 Spielen klar die Nummer eins vor dem Düsseldorfer Daniel Kreutzer (666). Hock ist mit 235 Treffern auch bester Torschütze, während sein Sturmpartner Michael Wolf mit 191 Toren auf Platz elf der Ewigen Bestenliste notiert ist. Bei den Assists stehen für den auch in dieser Kategorie führenden Hock 514 zu Buche. Der größte Sünder nach 18 DEL-Jahren ist der Berliner Sven Felski, der es auf 1812 Strafminuten gebracht hat.

9:10 des IEC unübertroffen

In puncto Tore waren die Roosters auch an einer anderen Rekordmarke beteiligt. Beim 9:10 gegen Nürnberg bestritten sie am 9. September 2007 das torreichste Spiel der DEL-Geschichte. Die höchsten Siege landeten die Frankfurt Lions (15:3 gegen Kaufbeuren, Saison 97/98), der EV Landshut (14:1 in Nürnberg, 96/97), die Düsseldorfer EG (13:1 gegen Weißwasser, 94/95) und die Berlin Capitals (12:0 gegen Oberhausen, 98/99).

Und noch einige Saison-Bestmarken: Die meisten Scorerpunkte in einer Serie verzeichnete Robert Reichel (Frankfurt) mit 105 Punkten in der Serie 95/96. Robert Hock ist mit seinen 95 aus der Serie 07/08 in dieser Rangliste Fünfter. Die meisten Tore gingen auf das Konto von Sergej Berezin (Köln), nämlich 62 in der Saison 95/96, die meisten Assists (79) verbuchte John Chabot (Berlin Capitals, 95/96). Hock folgt mit 70 Punkten (07/08) auf Rang zwei. Strafbankkönig ist der Kölner Jason Marshall, der in der Serie 06/07 auf 295 Minuten in der Kühlbox kam.

Vier Tore in 91 Sekunden

Und noch etwas von den ganz eiligen Eishockey-Cracks: Das schnellste Tor in einem DEL-Spiel erzielte Andre Faust (Augsburg) im Spiel gegen Nürnberg in der Serie 98/99. Nach nur fünf Sekunden führte der AEV mit 1:0. Auch die Roosters tauchen in einer Kategorie dieser vielfältigen Bestzeiten-Tabelle auf. In der Saison 2005/06 trafen Linus Fagemo, Nils Antons, Vitalij Aab und Michael Wolf binnen 91 Sekunden viermal gegen Nürnberg. Der Endstand: 5:1.