„Volle Pulle“ ist das etwas andere Fußballbuch

Uli Borowka freut sich über Unterstützung der Firma Nixdorf.
Uli Borowka freut sich über Unterstützung der Firma Nixdorf.
Foto: Michael May/IKZ
„Volle Pulle. Mein Leben als Fußballprofi und Alkoholiker“, so heißt der Titel des am 8. Oktober erscheinenden Buches von Uli Borowka. Dass er seine Lebensgeschichte überhaupt niedergeschrieben hat, lag an der Überzeugungskraft seiner Frau.

Iserlohn. „Volle Pulle. Mein Leben als Fußballprofi und Alkoholiker“, so heißt der Titel des am 8. Oktober erscheinenden Buches von Uli Borowka. Um dieses Werk vorzustellen, ist der in Menden geborene 50-Jährige mit dem Hemeraner Autohaus Nixdorf eine Kooperation eingegangen. Der ehemalige Nationalspieler wird mit einem vom Autohaus gestellten Kleinbus zu den diversen Terminen fahren, und weitere Projekte sind in Planung. „Wir wollen nächstes Jahr gemeinsam ein Benefizspiel organisieren“ so Thorsten Kraus, Geschäftsführender Gesellschafter bei Nixdorf. Borowka, der wegen seiner beinharten Art zu spielen den Beinamen die „Axt“ trägt, soll seine Kontakte zu den ehemaligen Kollegen nutzen und eine All-Star-Truppe zusammentrommeln.

Zunächst wird aber die Buchvorstellung Borowkas Zeit in Anspruch nehmen. „Wir sind zu diversen Terminen eingeladen von Funk und Fernsehen und auch nach Hemer werden wir kommen.“ Am 10. November steht mit dem Ex-Kicker von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen ein „Meet and Greet“ auf dem Programm, einen Tag später wird er eine Lesung aus seinem Buch halten.

Dank der Überzeugungskraft seiner Frau

Dass er seine Lebensgeschichte überhaupt niedergeschrieben hat, lag an der Überzeugungskraft seiner Frau. „Sie hat mich bestärkt meine Geschichte zu erzählen“, so Borowka. Nach einem Interview für ein Fußballmagazin und den darauf folgenden positiven Reaktionen entschied sich Borowka dafür, gemeinsam mit dem Journalisten Alex Raak das Projekt in Angriff zu nehmen. Mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden und stolz, auch wenn er zugeben muss, dass er sich das alles leichter vorgestellt hat. Das hatte auch sicher mit dem Anspruch zu tun, ein „anderes“ Fußballbuch zu schreiben. Nicht nur die tollen Erfolge, wie der Sieg im Europapokal der Pokalsieger vor 20 Jahren oder der zweimalige Gewinn der Deutschen Meisterschaft, sondern auch die Schattenseite mit seiner Alkoholsucht werden beleuchtet. Besonders der Abdruck seiner Tagebucheinträge während seines viermonatigen Entzugs sind eine sehr private Einsicht in das Seelenleben des Ex-Profis.

Borowka, dessen Eltern lange Jahre das Vereinslokal des FC Oese geführt haben, hat aber auch den heimischen Fußball nicht aus den Augen verloren. „Es ist schade, dass der FC Oese keine Mannschaft mehr stellt. Hier habe ich das Kicken erlernt, daher finde ich es traurig, dass sich der Verein quasi aufgelöst hat“, so Borowka.

 
 

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