Trotz Strapazen immer ein Lächeln

Ein großer Erfolg war einmal mehr der 24-Stunden-Lauf am Seilersee.
Ein großer Erfolg war einmal mehr der 24-Stunden-Lauf am Seilersee.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Als am Sonntagmittag pünktlich um 12 Uhr das Signalhorn den 24-Stunden-Stadtwerkelauf am Seilersee beendete, konnte sich Bernd Nuß beruhigt zurücklehnen und auf eine wieder gelungene Ultralaufveranstaltung mit Breitensportcharakter zurückblicken. Zum achten Male fand der 24-Stunden-Benefizlauf um den großen Seilersee statt, mit fast 800 Startern, darunter 367 Kinder beim Kids-for-Kids-Lauf, verzeichnete er eine erneut gute Resonanz, abermals konnte eine rundum positive Bilanz gezogen werden.

Zu seinem 60. Geburtstag hatte er die Idee zu diesem Laufevent, und der Mendener, der das Seilerseegebiet als ideal erachtete, besaß das Stehvermögen, jedes Jahr auf’s Neue nach Iserlohn einzuladen, und mit jeder weiteren Veranstaltung wurde die Zahl derer, die ihn unterstützten, größer. Zunächst beispielsweise durch den Schwerter Dr. Stefan Weigelt, der die erste Auflage gewann. Dann kam mit den Stadtwerken Iserlohn ein potenter Partner mit ins Boot.

Viel Lob für Bernd Nuß:„Das ist aller Ehren wert.“

Dass nun das LAZ Iserlohn mit seinen Mitgliedern tatkräftig hilft, erleichtert die Arbeit ebenfalls erheblich. Rund 40 LAZler waren am Wochenende im Einsatz. Ansgar Bochynek, der Vorsitzende der Leichtathleten, streicht inzwischen auch die Bedeutung dieser Veranstaltung für den Klub heraus und lobt das Engagement von Bernd Nuß: „Es ist aller Ehren wert, dass er das mit so viel Herzblut organisiert.“ Nuß gibt das Kompliment zurück und zeigt sich dankbar für die Hilfe: „Früher habe ich hier nach der Veranstaltung wie ein Häufchen Elend in der Ecke gesessen.“ Denn alle Fäden liefen bei ihm zusammen, sogar die Vermessung der Restkilometer um den Seilersee nach Wettkampfende waren seine Angelegenheit.

„Ganz phantastisch“, lobte auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der am Samstagmittag unter der Seilerseebrücke den Startschuss gab, die Veranstaltung, ebenso Fabian Tigges, Fraktionsvorsitzender der CDU. Er startete den Kids-for-Kids-Lauf auf der Seilerseepromenade, nachdem er zuvor Bernd Nuß gratuliert hatte, der am Samstag seinen 67. Geburtstag feierte. Die Worte des Lobes und die große Resonanz sind für den Mendener auch Verpflichtung: „Ich habe mein Wort gegeben, dass es eine neunte und zehnte Veranstaltung geben wird.“

„Ich fühle mich momentan wie ein Neunzigjähriger.“

Sportlich brachte die achte Auflage die zweitbeste Einzelleistung. denn Bernhard Pfeifer als Heidelberg legte in 24 Stunden 220,972 Kilometer zurück, der Streckenrekord war vor einem Jahr durch den Norweger Rakeie mit 226,808 km aufgestellt worden. Pfeifer bestritt erst seinen zweiten 24-Stunden-Lauf. „Ich bin selbst über den Sieg überrascht und fühle mich jetzt wie ein Neunzigjähriger“, sagte er nach der Siegerehrung. Ein Comeback im nächsten Jahr schloss er nicht aus, denn das Areal hat ihm gut gefallen. „Viele Läufe finden auf Vierhundert-Meter-Bahnen statt.“ Die 1788 Meter seien da angenehmer, gleichwohl der im ersten Augenschein nur geringe Anstieg in der Bilveringser Bucht mit jeder weiteren Runde zum mächtigen Berg werden kann.

Wohl hat sich auch die Siegerin Cornelia Balke von Mauerweg Berlin gefühlt. Sie bewältigte 171,633 Kilometer und belegte im Gesamtklassement Platz zehn. „Ich bin zum ersten Mal in Iserlohn und habe nicht mit dem Sieg gerechnet“, so die Ultraläuferin, die rund 130 Wettkämpfe bestritten hat. „Das ist eine sehr schöne Strecke.“

126 Läuferinnen und Läufer gingen über die Langdistanz an den Start, bester heimischer Teilnehmer war hier Jörg Michaelis vom TV Deilinghofen (163,053 km). 38 Aktive nahmen am Sechs-Stunden-Lauf teil, hier war Kerstin Guretzki vom TuS-Lauftreff beste heimische Starterin mit 61,415 Kilometern. Der Zwölf-Stunden-Lauf wurde diesmal um 18 Uhr gestartet und wurde somit zu einer Nacht-Veranstaltung. Daran nahmen 57 Aktive teil. Groß war das Starterfeld der Free-Runner, die ab 18 Uhr einsteigen durften, 177 Sportler zeigten hier ihren Ehrgeiz..

„Man sieht die Läufer und Läuferinnen nur lächeln“, gab Klaus Fingerhut, der die Veranstaltung gemeinsam mit Gabi Haschke vom LAZ kompetent moderierte, die Gefühlslage der Starter wieder - trotz der Strapazen und schmerzender Glieder.

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