„Tag des Sports“ wäre Herzensangelegenheit

Thorsten Schick ist seit einigen Wochen Vorsitzender des Stadtsportverbandes.
Thorsten Schick ist seit einigen Wochen Vorsitzender des Stadtsportverbandes.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Seit November 2014 ist Thorsten Schick Vorsitzender des Stadtsportverbandes. Der 43-jährige Landtagsabgeordnete der CDU, der in Düsseldorf in sein achtes Jahr im NRW-Parlament geht, ist in der Waldstadt zudem fest als Vize-Bürgermeister verankert und sieht sich durch das Mandat der heimischen Sportvereine keineswegs an exponierter Stelle, sondern vielmehr in der Rolle des Moderators.

Ungern erinnert sich Schick, der selbst Fußball und Tischtennis gespielt hat sowie als Leichtathlet aktiv war, an die denkwürdige Hauptversammlung vor einigen Wochen, wollte dort nach den „Giftpfeilen“ seines scheidenden Vorgängers Klaus J. Langhals zwischenzeitlich von einer Kandidatur Abstand nehmen, ließ sich dann aber von besonnenen Kräften umstimmen. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass es nicht um eine Anhäufung von Posten geht, sondern um ein gedeihliches Miteinander beim Stadtsportverband, der ja eher flankierend und im Hintergrund wirkt.

Und genau deshalb wünscht er sich auch einen Dialog über die von Rainer Risse vom Kreissportbund aufgeworfene Frage, ob denn unbedingt ein Politiker Vorsitzender des Gremiums sein müsse. „Ich klebe nicht an diesem Amt“, macht Schick deutlich, weiß aber, dass viele seiner Vorstandskollegen genau dieser Konstellation sehr positiv gegenüberstehen.

Konkret hat sich Thorsten Schick für die nächsten fünf Jahre bereits einige Schwerpunkte auf die Fahnen geschrieben. „Der offene Ganztag muss in der Diskussion bleiben. Da sollten wir auch mit der Schulverwaltung den Dialog fortsetzen. Fakt ist, dass die Kinder länger in der Schule sind und die Vereine sich anpassen müssen“, sagt der Vorsitzende und schaut dabei besonders darauf, wie die kleineren Vereine in diese Thematik eingebunden werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Sport für die ältere Generation. Hier sieht Schick noch Potenzial, möchte sich aber gerne vor Ort bei den Vereinen über die Angebote informieren, um die Sorgen und Nöte der Klubs kennenzulernen. „Die Kommune hat in diesem Bereich viel gemacht“, erinnert er an die Projekte in der Läger und im Letmather Volksgarten. Diese sollen nun auch mit Leben erfüllt werden.

Herzensangelegenheit wäre Thorsten Schick aber die Ausrichtung eines „Tages des Sports“. So etwas habe es auch früher schon in zentraler Form gegeben, doch der Vorsitzende hält eine dezentrale Durchführung zu einem gemeinsamen Termin für die bessere Lösung. „Dann könnten sich die Interessenten an einem Tag direkt vor Ort bei den einzelnen Vereinen informieren“, streicht er den Vorteil heraus. „Wer beispielsweise in Hennen wohnt, sieht dann auch direkt, was dort angeboten wird.“ Darüber hinaus würde nach seiner Auffassung von diesem Projekt ein Impuls ausgehen, der die enorme Vielfalt der Iserlohner Sportlandschaft deutlich mache.

Grundsätzlich sieht sich Thorsten Schick aber nicht als Vorredner. Er betont stets, dass er auf einen kompetenten Vorstand setzen kann. „Ich möchte Denkanstöße liefern und Prozesse im Team anstoßen“, sagt er. „Man muss doch keinem mehr erklären, wie Sport funktioniert.“

Für ihn steht überdies die Stärkung der Vereine im Vordergrund. „Ich möchte das Bewusstsein stärken, welch professionelle Jugendarbeit vielerorts geleistet wird.“ Und auch die vielen ehrenamtlichen Helfer hat Schick im Visier. „Das ist ein hohes Gut“, macht er deutlich.

Den Leistungssport will er dabei aber nicht vergessen. „Wir haben eine interessante Sportlandschaft, mit vielen Vereinen und vielen Sportarten und wir wollen die Stimme der Sportler sein.“ So erteilt Schick spektakulären Aktivitäten des Stadtsportverbandes eine Absage. Für ihn ist es wichtiger, an der Basis zu arbeiten und auch Transparenz zu zeigen. Öffentliche Sitzungen des Stadtsportverbandes wären für ihn ein geeignetes Mittel. Darüber hinaus steht für ihn fest, dass er und seine Mitstreiter das Rad nicht neu erfinden können. „Aber wir können schauen, was andere machen und uns beispielsweise durch Referenten über die aktuellen Entwicklungen im Sport informieren lassen.“

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