Nach 0:0 liegen Trümpfe in anderer Hand

Das Landesliga-Topspiel zwischen dem SV Hohenlimburg 10 und Borussia Dröschede endete torlos.
Das Landesliga-Topspiel zwischen dem SV Hohenlimburg 10 und Borussia Dröschede endete torlos.
Foto: IKZ

Hohenlimburg..  Zweimal Null ist Null. Oder was kommt heraus, wenn die beiden Torjäger Arif Et und David Kerefidis nicht treffen? Das Topspiel zwischen den beiden Westfalenliga-Aspiranten endete folglich 0:0. Jubel unter den 600 Zuschauern gab es auf keiner Seite. Nun hält die mit 5:1 gegen Absteiger SF Siegen II erfolgreiche SG Finnentrop/Bamenohl die Trümpfe allein in der Hand.


Fußball-Landesliga 2: SV Hohenlimburg - Borussia Dröschede 0:0. Nervösität beherrschte die Aktionen auf beiden Seiten. Es dauerte, bis die beiden Kontrahenten in die Gänge kamen. Taktik stand im Vordergrund, Risikobereitschaft war nicht zu erkennen. Dröschedes bester Schütze Et war bei Davulcu abgemeldet, hatte aber in der Nachspielzeit den Siegtreffer auf dem Fuß. Auf der anderen Seite bekam der zuletzt achtmal in vier Spielen erfolgreiche Kerefidis bei der Dröscheder Abwehr keinen Stich, nur einmal hatte er den Führungstreffer auf dem Fuß. Echte Torgefahr konnten beide Teams jedoch nicht ausstrahlen.

Die Dröscheder sorgten zumindest bei Standards für Unruhe im Zehner-Strafraum. Gözütok setzte erst einen Eckball an Freund und Feind vorbei an den langen Pfosten (23.), und dann zischte Liefermanns Kopfball nach Gözütok-Eckstoß nur um Zentimeter am Aluminium vorbei (43.). Die Hohenlimburger besaßen die wohl größte Chance auf einen Torerfolg. Nach einem Patzer von Liefermann, der ebenso wie der mit Gelb vorbelastete Petkovic nicht wie gewohnt Souveränität ausstrahlte, lief Kowalczyk allein auf Schmahl zu. Der überhastete Torschuss wurde aber eine Beute des aufmerksamen Keepers (42.).

Auch in der zweiten Hälfte mussten die Zuschauer lange Zeit auf echte Torraumszenen warten. Kerefidis zog flach ab, aber Schmahl tauchte in die bedrohte Ecke ab (71.). Kurz darauf knallte Et das Spielgerät nur an den Außenpfosten. Das torlose Unentschieden zeichnete sich danach ab, beide Teams scheuten das Risiko. Zu groß war die Angst vor einer Niederlage, die wohl das Aus im Aufstiegsrennen bedeutet hätte. Zumindest die letzten fünf Minuten entschädigten das Publikum. Gegen den aufgerückten Ribeiro musste sich Schlussmann Schmahl zweimal strecken, um einen Einschlag zu verhindern (89. und 90.). Und auf der anderen Seite schnupperten die Gäste noch einmal am Siegtreffer. Als der freigespielte Et mit links abzog, war aber Zehner-Keeper Langwald mit einem tollen Reflex zur Stelle (92.). „Dröschede, Dröschede“, riefen die Fans, aber nach dem abgewehrten Eckball zeigte der gute Schiedsrichter Krämer auf den Mittelkreis.

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