Lob für Charakterstärke, Kritik an der Spielweise

NOMA Iserlohn feierte einen spektakulären Sieg in Schwelm.
NOMA Iserlohn feierte einen spektakulären Sieg in Schwelm.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Mit dem Ausgang der Partie konnte er sehr zufrieden sein, mit dem Weg dorthin über weite Strecken nicht: In der Brust von Matthias Grothe, Trainer beim Basketball-Pro-B-Ligisten NOMA Iserlohn, schlugen nach dem unglaublichen Finish in Schwelm zwei Herzen.

„Natürlich erhält die Mannschaft für ihre Charakterstärke ein großes Lob, aber es gibt auch Kritik, denn wir haben Dinge gemacht, die wir in dieser Phase der Saison eigentlich nicht mehr machen sollten“, äußerte sich der Coach, der einräumt, kurz davor gewesen zu sein, das Spiel abzuhaken. „Hätte Orlan Jackman seine beiden Freiwürfe vergeben, hätte ich durchgewechselt“, gab der Trainer zu. Doch es kam anders, und es entwickelte sich eine schier unfassbare Geschichte.

„Ich kann mich an ein Spiel vor vielen Jahren mit Hagen in Trier erinnern, wo wir fünf Minuten vor Schluss mit siebzehn Punkten geführt und dann noch verloren haben, aber das jetzt stellt alles in den Schatten“, sagt Grothe, der bereits zur Tagesordnung übergegangen ist und auf das nächste Auswärtsspiel in Frankfurt hinarbeitet, das ebenfalls kein Spaziergang werden dürfte. Sollten die Kangaroos auch hier gewinnen, ist Platz zwei bereits sicher. Und der Coach ist zuversichtlich, denn anders als im emotionsgeladenen Kampf in Schwelm prognostiziert er: „In Frankfurt geht es wieder um Basketball.“

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