Kommen die Iserlohn Roosters mit neuem Trainer wieder auf Kurs?

Die Iserlohn Roosters wollen wieder durchstarten.
Die Iserlohn Roosters wollen wieder durchstarten.
Foto: Josef Wronski
Nach der Beurlaubung von Doug Mason empfangen die Iserlohn Roosters am Freitag mit ihrem neuen Trainer Jari Pasanen im Heimspiel die Eisbären aus Berlin. Pasanen erwartet einen deutlich stärkeren Meister als noch im Hinspiel, das für die Roosters mit 5:7 verloren ging.

Iserlohn. „Wahnsinn, was hier zuletzt los war! Außergewöhnlich!“ Jari Pasanen blickt auf einen intensiven Wochenanfang zurück, an dem er nach der Beurlaubung von Doug Mason vom Co-Trainer zum „Bandenchef“ der Roosters wurde.

„Darauf war ich nicht vorbereitet“, kommentierte er den Dienstagmorgen, als er über seine Beförderung informiert wurde. „Danach wurden viele Gespräche geführt, auch mit den Kapitänen und mit Doug.“ Und schließlich standen die Trainingseinheiten an, die Karsten Mende als Assistent mitbestritt. Als Co-Trainer wird der Manager aber nicht fungieren, doch eine Lösung ist für Freitag zu erwarten.

Leichte Umbesetzungen im Sturm der Roosters

Am Wochenende stehen mit dem freitäglichen Heimspiel gegen Berlin (18.30 Uhr! Live in unserem DEL-Ticker!) und in Ingolstadt (So.) hohe Hürden an, die mit nun frischem Wind gemeistert werden sollen. „Wir gehen professionell mit der Lage um, denn die Saison ist noch lang“, kommentierte Verteidiger Collin Danielsmeier die Ereignisse. „Aber für Doug tut es mir persönlich sehr leid.“

„In so kurzer Zeit kann man natürlich nicht viel ändern“, beschreibt Pasanen seine Arbeit und betont, dass alle Beteiligten zur misslichen Lage beigetragen hätten, Mason solle keinesfalls als alleiniger Sündenbock gelten. Man werde Kleinigkeiten ändern, „die der Zuschauer vielleicht nicht einmal wahrnimmt.“ Der Trainer spricht das Forechecking an, die Defensivarbeit, das Bullyspiel. Er verweist auf die hohe Gegentorzahl, das schwache Unterzahlspiel und auf Abschlussschwächen. Sichtbarstes Zeichen von Veränderungen sind leichte Umbesetzungen im Sturm, denn Michael Wolf rückt wieder an die Seite von Mike York. Und Pasanen will künftig auch häufiger die Förderlizenzspieler (z. B. Marcel Kahle, Diego Hofland) berufen. „Wir brauchen eine vierte Reihe.“ Offen lässt der Coach, wer am Freitag im Tor stehen wird. Das zeigt, dass Erik Ersberg nach sehr langer Wettkampfpause Fortschritte gemacht hat.

Keine DEL-Premiere für Pasanen

„Berlin ist eine sehr gute Mannschaft. Aber es hat eben eine Zeit gedauert, bis das neue System mit einem neuen Trainer passte“, erwartet Pasanen nun einen deutlich stärkeren Meister als noch beim Hinspiel am ersten Meisterschaftswochenende, als man dem Tomlinson-Team mit 5:7 unterlag. Zuletzt feierte Berlin zwei Siege in Serie.

Für Pasanen stellt das Freitagspiel keine DEL-Premiere dar. Die feierte er bei den Hannover Scorpions, als Cheftrainer Gunnar Leidborg nach einem Kopftreffer rund zwei Monate außer Gefecht war. Nach den Misstönen beim letzten Heimspiel hofft der Iserlohner Übungsleiter auf die Fans: „Die Mannschaft braucht die Unterstützung, offenbar wissen einige nicht, wie wichtig das ist.“

Denn es muss nun ordentlich gepunktet werden, deutlich mehr, als bisher mit nur 15 Zählern aus 15 Spielen. Selbst wenn 18, und damit praktisch die Hälfte der noch 37 Spiele mit drei Punkten gewonnen werden, könnte das mit dann am Ende 69 Zählern am Ende noch nicht einmal für eine Top-Ten-Platzierung reichen. Und um unter die ersten Sechs zu kommen, muss in der Regel sogar die 80-Punkte-Marke geknackt werden!

 
 

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