Enttäuschung überwog bei den Roosters

John Tripp erzielte das Siegtor zum 2:1 für die Kölner Haie gegen Iserlohn.
John Tripp erzielte das Siegtor zum 2:1 für die Kölner Haie gegen Iserlohn.
Foto: imago
Nach vier Siegen in Folge verloren die Iserlohn Roosters beim Spitzenreiter Kölner Haie mit 1:2 nach Verlängerung. Trainer Jari Pasanen war dennoch stolz auf seine Mannschaft: „Wie schon in Augsburg hat auch diesmal jeder wieder alles gegeben.“

Iserlohn. Zwar war am Dienstagabend um 21.48 Uhr die Serie von vier Siegen in Folge gerissen, als Rückschlag muss die 1:2-Niederlage nach Verlängerung bei den Kölner Haien dennoch nicht gewertet werden. Dafür waren die Roosters beim Spitzenreiter einfach zu dicht an einer Überraschung dran.

Weil für Jari Pasanen und natürlich auch auf dem Tableau derzeit nur die Punkte zählen, schmerzen den Roosters-Trainer die zwei verlorenen Punkte mehr, als dass er sich über den einen gewonnenen Zähler freuen konnte. Doch mit dem zweiten Blick gab der Finne dann doch unumwunden zu: „Ich bin stolz auf die Mannschaft.

Wie schon in Augsburg hat auch diesmal jeder wieder alles gegeben.“ Mit Blick auf den wieder um einen Punkt vergrößerten Abstand auf Rang zehn bleibt Pasanen aber dabei: „Wir brauchen die Punkte, wenn man bis kurz vor dem Ende führt, will man die drei Zähler auch mitnehmen.“ Dass Pasanen in diesem Zusammenhang von einer „Enttäuschung“ in der Kabine spricht, ist nachvollziehbar.

Es läuft besser als vor drei Wochen

Vor dem Hintergrund des nun wieder in greifbare Nähe gerückten zehnten Tabellenplatzes sieht der IEC-Coach die Roosters derzeit mitten in den Play-offs. Pasanen stellt in der Mannschaft mehr Homogenität, mehr Willen für den Erfolg fest. „Die Spieler nehmen ihre Defensivaufgaben ernster.

Wir lassen zwar mehr Schüsse zu, blocken diese aber besser ab. Daher haben wir weniger gefährliche Situationen vor dem Tor als vorher“, beschreibt Pasanen die Unterschiede. Und er findet weitere Gründe, warum es nun besser läuft als noch vor drei, vier Wochen. „Die Stürmer stehen tiefer, so dass wir mit fünf Leuten vor dem Tor agieren.“

Roosters-Coach Pasanen ließ alle vier Reihen durchwechseln

Auch in Köln ließ Pasanen bis zum Schluss alle vier Reihen durchwechseln. „Das bringt uns mehr Energie“. In der Verpflichtung von Co-Trainer Jamie Bartman sieht Pasanen einen weiteren Baustein für den derzeitigen Aufwärtstrend. „Zwei Trainer sind besser als nur einer. Wir können den Spielern deutlich mehr vermitteln.“

Dass Torwart Mathias Lange nun auch konstant auf hohem Niveau hält ist für den 49-Jährigen ein großer Faktor. Zudem agiere Dieter Orendorz inzwischen „sehr gut“ und Lasse Kopitz spiele „das beste Eishockey“, seit dem die Pasanen-Ära am Seilersee begonnen habe. Colten Teubert habe nun seine Rolle auch gefunden. „Er hatte eine falsche Vorstellung. In Europa braucht man keine Polizei auf dem Eis. Er versteht seine Aufgabe inzwischen.“ Ebenso habe jeder Einzelne nach dem Ausfall von Michael Wolf verinnerlicht, nun noch etwas mehr Leistung bringen zu müssen.

Insgesamt sieht Pasanen in der Summe der kleinen Veränderungen den Schlüssel zum derzeitigen Aufwärtstrend. Platz zehn hält Pasanen weiterhin für machbar. „Noch sind 45 Punkte zu vergeben. Man braucht für gewisse Dinge einfach die nötige Ausdauer.“