Eine klare Sache nach zähem Start

Der HTV setzte sich auch gegen den CVJM Rödinghausen souverän durch.
Der HTV setzte sich auch gegen den CVJM Rödinghausen souverän durch.

Hemer..  Es war ein im wahrsten Sinne des Wortes „heißes“ Duell, das sich der HTV gegen Rödinghausen lieferte. Aber keinesfalls, weil das Spiel spannend verlief, es ging auch keinesfalls besonders hitzig zu. Nein: Vielmehr sorgte die Heizung im Grohe-Forum für hohe Temperaturen. Ansonsten spulte der souveräne Spitzenreiter sein Pensum gewohnt cool und zuverlässig herunter und feierte im 17. Spiel seinen 16. Sieg.


Handball-Verbandsliga: HTV Sundwig/Westig - CVJM Rödinghausen 31:24 (15:9). Nur zweimal lag der Gast in Front, beim 1:0 und 2:1 in der Anfangsphase. Mit langen Angriffen versuchte der CVJM, den Spitzenreiter nicht ins Rollen kommen zu lassen - und mit einer besonderen taktischen Variante. Denn bei eigenen Angriffen nahmen die Gäste ihren Keeper zu Gunsten eines Feldspielers aus dem Kasten, um aus dieser Überzahlsituation zum Erfolg zu kommen - ein riskantes Unterfangen, vor allem, wenn der Gegner im Tempospiel Vorteile besitzt. Aber auch eine Maßnahme, die ein wenig Unruhe in die gegnerische Reihen bringen kann, weil eine derartige Maßnahme dazu verleiten kann, vom eigenen Wurfkreis aus spektakulär in das leere gegnerische Tor zu treffen. Das misslang dem starken Schumacher im Tor mehrfach, gelang allerdings Sideri gegen den ins Tor eilenden Vieker zum 7:5 und Klute zum 8:6. Ein Vorteil hatten die Gäste durch diese Maßnahme jedenfalls nicht.

Die Anfangsphase war zudem gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Alutreffern auf beiden Seiten, durch sehr lange Angriffsversuche der Rödinghausener und Torhüterparaden. Bis zum 7:6 blieben die zunächst offensiv deckenden Gäste auf Augenhöhe, dann folgten fünf HTV-Tore in Folge, eine Vorentscheidung.

Im zweiten Abschnitt besaß das Ernst-Team klar Oberwasser, baute die Führung konsequent aus mit zum Teil schönen Treffern, so wie Klutes 23:14 vom Kreis oder Sideris Doppelschlag zum 25:15, dem der Außen dann allerdings zwei Fehlversuche bei seinen „Hundertprozentigen“ folgen ließ. Frenzel zeigte bei seinem Gegenstoß zum 26:15 wie es geht, Sideri machte es ihm dann nach. Nach dessen 27:15 betrieben die Gäste mit vier Treffern in Serie etwas Kosmetik.

Längst hatte Trainer Hendrik Ernst durchgewechselt. Der selbstbewusst aufspielende Worm führte sich mit einem Pfostenschuss ein, traf, nachdem Springer das 30. Tor verpasst und Gollor das 30:21 (57.) erzielt hatte, zum 31:22 und setzte mit einem Lattenknaller den Schlusspunkt.

Nachwuchskeeper Henrik Basler wird in der neuen Saison die HTV-Torhüterriege komplettieren.

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