Die „Montagsmänner“ und ihr Waldstadion

Auf ihre Tatkraft kann der ASSV LetmatheLetmatheseit eineinhalb Jahren bauen: Jürgen Halfar, Heiko Steinau, Berndt Röttgers, Fritz Steinau, Hartmut Pohl, Hans Simon, Norbert Rüsing und Heribert Dornhoff (von links) treffen sich jeweils montags im Waldstadion, um die Anlage auf Vordermann zu bringen.
Auf ihre Tatkraft kann der ASSV LetmatheLetmatheseit eineinhalb Jahren bauen: Jürgen Halfar, Heiko Steinau, Berndt Röttgers, Fritz Steinau, Hartmut Pohl, Hans Simon, Norbert Rüsing und Heribert Dornhoff (von links) treffen sich jeweils montags im Waldstadion, um die Anlage auf Vordermann zu bringen.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Sie sind ASSVer durch und durch, haben gemeinsam bei den Alten Herren gespielt und sind natürlich Stammgäste im Waldstadion, wenn die erste Mannschaft um Meisterschaftspunkte spielt. Aber die Pensionäre verbinden ihre Leidenschaft für die 98er mit einem zupackenden Wesen. Seit eineinhalb Jahren helfen sie bei der Pflege und Instandhaltung des Stadions und seiner Außenanlagen.

Auch in Letmathe gibt es schon längst keinen von der Stadt Iserlohn gestellten Platzwart mehr. Als Hugo Orlean in den Ruhestand ging, musste der Verein (bei einem städtischen Zuschuss, aktuell 9000 Euro im Jahr) die Verantwortung übernehmen. Und tat es in Person von Heiko Steinau. „Ihm haben wir die Aufgabe übertragen, aber er brauchte einfach Hilfe“, erläutert Berndt Röttgers, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand und einer der „Montagsmänner“. Denn jeweils montags treffen sich die Senioren und bringen die Anlage auf Vordermann. Ob Tribünenreinigung, Säubern der Kanalschächte, Rasenmähen oder auch Winterdienst: Sie haben den Blick dafür, wo Hand angelegt werden muss. Dass Vereinsheim und Verkaufsbude in Schuss gehalten werden müssen, versteht sich von selbst, und weil einige geübte Handwerker unter ihnen sind, werden Reparaturen gleich mit erledigt.

„Es wird ja nicht nur Fußball gespielt. Es gibt Leichtathletik, Schulsport und Sportabzeichentraining. Und deshalb ist für uns jede Woche ordentlich Arbeit da“, sagt Röttgers. So manche könnte vermieden werden. Das Stadion wird abends nicht abgeschlossen, und zuweilen wird die Anlage für eine Party genutzt. „Und wir können die Glasscherben beseitigen“, ärgert sich Röttgers, der ebenso moniert, dass Hundehalter das Stadion als Tummelplatz für ihre Vierbeiner sehen. Mit entsprechenden Hinterlassenschaften . . .

Im nächsten Jahr soll dann die große Verschönerung kommen, wenn die Renovierung des 1965 erbauten Umkleidegebäudes ansteht. „Und wenn wir dann noch einen Ballfangzaun bekommen würden, hätten wir ein Schmuckstück“, sagt Berndt Röttgers Auch dank der Montagsmänner, die vormachen, wie Eigeninitiative von Sportvereinen aussehen kann.

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