Bochum siegte im Ruhrpott-Finale

Packende Spiele gab es beim 4. Jüberg-Cup.
Packende Spiele gab es beim 4. Jüberg-Cup.
Foto: Michael May IKZ

Hemer..  Der Jüberg-Cup des SC Tornado Westig hat sich etabliert. Auch bei der 4. Auflage des Turniers für U10-Fußballer war das Teilnehmerfeld wieder hochkarätig besetzt. Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen Mannschaften ins Grohe-Forum, darunter klangvolle Name wie der 1. FC Köln oder Schalke 04. Dazu kamen Gäste aus Polen, Tschechien, der Slowakei sowie den Niederlanden. Besonders für die heimischen Mannschaften waren Vergleiche mit den großen Vereinen das Salz in der Suppe.

Die Gäste zeigten sich mit den Rahmenbedingungen des Turniers sehr zufrieden. Stettins Trainer Marcin Pawlonka lobte beispielsweise: „Wir haben in einer Turnhalle geschlafen. Die Organisation war gut. Auch sportlich war das klasse.“ Ähnlich äußerte sich Augustin Kwamo-Kamdem von Arminia Bielefeld: „Wir haben schon in Graz und Paris gespielt, aber dieses Turnier ist das Beste.“ Ein gutes Zeugnis also für Hauptorganisator Stefan Zajonz, der am Wochenende unermüdlich im Einsatz war.

Aus dem Fußballkreis Iserlohn traten neben Gastgeber SC Tornado Westig auch die SF Sümmern, der VfK Iserlohn sowie die SG Hemer an, hinzu kamen aus dem heimischen Raum der BSV Menden und der SC Berchum/Garenfeld. Die Vorrunde wurde in vier Fünfergruppen ausgespielt. Für die ersten Vier ging es in die Zwischenrunde am Sonntagvormittag.

In der ersten Gruppe musste sich der SC Tornado Westig nach dem ersten Tag geschlagen geben. Gegen den MSV Duisburg, Schalke 04, die SG Wattenscheid und die slowakische Mannschaft von FK Puchov stand die Bilanz von null Punkten und 40 Gegentoren zu Buche. Ähnlich erging es den SF Sümmern, die durch ein 3:3 gegen den VfK aber immerhin einen Zähler auf dem Konto hatten, aufgrund des schlechteren Torverhältnis aber gegenüber den Iserlohnern die Segel streichen mussten. In Gruppe 3 schied der BSV Menden aus, die SG Hemer erspielte sich in Gruppe 4 drei Punkte gegen Fortuna Sittard aus den Niederlagen und zog wie Berchum/Garenfeld in die Zwischenrunde ein.

Diese wurde ebenfalls in vier Gruppen ausgespielt, aus denen die beiden besten Teams in das Viertelfinale einzogen. Für die heimischen Mannschaften war hier Endstation, und so blieben die „Großen“ in der Endrunde unter sich. Vor allem für die SG Hemer war die Teilnahme am zweiten Turniertag aber ein Erfolg, denn so kam es beim 0:4 gegen den FC Schalke 04 zum Aufeinandertreffen mit dem ehemaligen Mitspieler Armando Ventura, der mittlerweile für die Knappen aufläuft.

Etwas überraschend verabschiedete sich nach der Zwischenrunde der letztjährige Gewinner aus Duisburg. Die MSV-Kicker hatten jedoch eine Überraschung mit in die Felsenmeerstadt gebracht: Einen von ihrer ersten Mannschaft signierten Fußball. Dieser wurde im Rahmen einer „Zwischensiegerehrung“ für den guten Zweck versteigert. Letztlich ging der Ball für 200 Euro an Eltern des polnischen Vertreters Pogoń Stettin.

Nach den Viertelfinals trafen mit dem 1. FC Köln und Schalke 04 die bis dato spielstärksten Mannschaften aufeinander, und die Kölner mussten sich mit 3:4 nach Penaltyschießen geschlagen geben. Sie durften dafür aber im Spiel um Platz drei jubeln. Dort setzten sie sich gegen RB Leipzig durch.

Im Finale kam es zum Ruhrpottderby zwischen Schalke und dem VfL Bochum. Letzterer siegte verdient mit 3:1 und durfte den großen Wanderpokal aus den Händen von Detlef Schröder entgegennehmen. Der Vorsitzende des SCT Westig zeigte sich mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden, allerdings hätte er sich mehr Wertschätzung durch den Fußballkreis erhofft: „Außer Kreisjugendübungsleiter Karsten Schlette war niemand zu Gast.“ Schade eigentlich, denn der Jüberg-Cup bot auch in diesem Jahr wieder eine ganze Menge.

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