Zum Siegen verdammt

Wolfgang Volmer
Noch einmal müssen sich Bastian Hufnagel (links) und die Herner voll reinhängen, wollen sie das Jahr mit einem Dreier abschließen.
Noch einmal müssen sich Bastian Hufnagel (links) und die Herner voll reinhängen, wollen sie das Jahr mit einem Dreier abschließen.
Foto: WAZ FotoPool
Zum Rückrunden-Auftakt und gleichzeitig letztem Oberligaspiel des Jahres empfängt der SC Westfalia Herne am Sonntag um 14.30 Uhr am Schloss Strünkede den VfB Hüls. Beide Vereine haben ähnliche Probleme und brauchen ganz dringend die Punkte.

Sechs Punkte hatte der SC Westfalia Herne vor Weihnachten noch einsacken wollen, maximal drei können es noch werden, nachdem die Partie gegen Dornberg am letzten Sonntag ausgefallen ist. Abliefern soll diese drei Zähler der VfB Hüls, der Sonntag um 14.30 Uhr zum letzten Spiel des Jahres und gleichzeitig zum Rückrundenauftakt der Oberliga am Schloss Strünkede aufkreuzt.

Stand Freitagnachmittag kann diese Begegnung stattfinden. „Der Platz ist vielleicht etwas angefroren, dürfte aber bespielbar sein“, richtet sich Westfalias Trainer Hans Bruch jedenfalls auf den „Ernstfall“ ein. Ernst ist die Lage nämlich für beide benachbarten Klubs, die mit zwölf (SCW) bzw. zehn Punkten auf den Plätzen 15 und 16 rangieren. Dass diese Plätze am Saisonende zum Klassenerhalt reichen, erscheint angesichts der bedrohlichen Situation einiger westfälischer Vereine in der Regionalliga als eher unwahrscheinlich.

Ähnliche Probleme

Doch so weit schauen die Protagonisten derzeit weder in Herne noch in Hüls. Sie müssen die drängenden Probleme im Hier und Jetzt lösen, müssen Etatlöcher stopfen und ihre Kader für die zweite Saisonhälfte wettbewerbsfähig aufstellen. Damit der Abstand zum gesicherten Mittelfeld nicht noch größer wird, brauchen beide Teams jeden Punkt – erst recht gegen einen direkten Konkurrenten.

Entsprechend werden sich Herner und Hülser morgen auch ins Zeug legen – egal, welche elf Spieler auflaufen. VfB-Trainer Martin Schmidt, der am letzten Sonntag beim 3:3 in Hamm auf die Tribüne musste und demnächst vor der Spruchkammer erscheinen darf, hat keine große Auswahl. Denn mit Verteidiger Dominik Grams und Angreifer Elvis Shala sitzen zwei Leistungsträger ihre Gelb/Rot-Sperren aus dem turbulenten Spiel in Hamm ab, etliche andere VfB-Spieler fehlen gesperrt.

Davon lässt sich Hans Bruch aber nicht blenden. „Die Hülser werden sich was einfallen lassen. Wer nach 20 Minuten in Hamm 3:0 führt, hat schon eine Marke gesetzt“, erwartet der Herner Coach ein umkämpftes Spiel, für das er durchaus personelle Optionen hat. Torben Reimann fällt mit muskulären Problemen aus, der Einsatz von Jimmy Antwi-Adjej steht auf der Kippe. Kai Forin und Marc Schröter sind noch nicht bei hundert Prozent, aber spielfähig. Vielleicht bekommt auch Dennis Kündig gegen seinen Ex-Club eine Chance.