Zittern bis zur letzten Runde

Vier Mann, ein Ziel: Toni Seifert, Urs Käufer, der Wanne-Eickeler Gregor Hauffe und Sebastian Schmidt (v.l.) wollen in London im deutschen Vierer sitzen. Am liebsten zusammen. Foto: Detlev Seyb
Vier Mann, ein Ziel: Toni Seifert, Urs Käufer, der Wanne-Eickeler Gregor Hauffe und Sebastian Schmidt (v.l.) wollen in London im deutschen Vierer sitzen. Am liebsten zusammen. Foto: Detlev Seyb
Foto: Detlev Seyb

Die dritte und letzte Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wird am 4. Juli in Frankfurt/Main stattfinden. Bis dahin wird sich wohl auch noch der Wanne-Eickeler Gregor Hauffe gedulden müssen, ob er schließlich im Vierer „ohne“ für die Olympischen Spiele nominiert wird oder nicht. Sechs Ruderer bewerben sich um die letzten vier Rollsitze in der Verbands-Flotte.

Es bleibt also weiter spannend am Wanner Westhafen. Der Deutsche Ruderverband (DRV) hat jedenfalls den Prozess der Mannschaftsbildung im Vierer „ohne“ neu in Gang gesetzt und wird sich auch erst spät festlegen. Erst am 2. Juli soll die Formation feststehen, die der DOSB-Nominierungsrunde vorgeschlagen wird. Auch wird zu diesem Zeitpunkt erst entschieden, wieviel Ersatzruderer dem Männer-Riemenbereich zur Verfügung stehen. Für Riemen, Skull und Leichtgewichte (jeweils Männer und Frauen) stehen dem Verband insgesamt lediglich fünf Ersatzplätze zur Verfügung. „Wir wollen uns nicht zu früh festlegen“, sagt DRV-Sportdirektor Mario Woldt: „Wir suchen für alle Bereiche nach der optimalen Lösung.“

Zu weit weg von einer Medaille

Der Verband -- und natürlich auch die Sportler – hatte sich eine ruhigere Phase der Vorbereitung gewünscht. Doch München brachte DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher keine eindeutigen Erkenntnisse. Nur die, dass der DRV noch zu weit von der anvisierten Medaille im Vierer „ohne“ weg sei. Der Hauffe-Vierer, beim Weltcup in Luzern noch im Finale, verfehlte nach starkem Vorlauf und Sieg gegen den Konkurrenzvierer aus Halle mit Ersatz den Endlauf. Im B-Finale war dann schließlich Deutschland II gegen das weiter mit Ersatz fahrende Boot Deutschland I besser. Was tun?

Buschbacher entschied sich zunächst einmal gegen jeden Vierer in der bisherigen Besetzung und wollte damit alles auf den Prüfstand stellen. In Breisach, wo die Riemenruderer direkt nach dem Weltcup in München ihr Quartier aufgeschlagen haben, soll nun die schnellste Formation gefunden werden. Den Kern bildet der Vierer um Gregor Hauffe mit Sebastian Schmidt, Toni Seiffert und Urs Käufer. Hinzu kommen noch Philipp Naruhn und Florian Eichner aus dem Hallenser Vierer. Deren bisherige Bootskameraden Rene Bertram und Andre Sieber wurden nicht ins Trainingslager nach Breisach eingeladen.

Hauffe erhofft Ende der Pechsträhne

Gregor Hauffe, der beim Auftakt-Weltcup in Belgrad mit Asthmaproblemen zu kämpfen hatte, hofft nun, dass ihn zum Ende der Saison das Glück nicht verlassen wird. Denn der dreimalige Achter-Weltmeister hatte ja zunächst nur ganz knapp einen Rollsitz im favorisierten Deutschland-Achter verpasst. Ursprünglich wollte er mit dem Dortmunder Vierer „ohne“ durchstarten, doch zweimal wurde die Crew zurückgeworfen. 2008 in Peking hatte Hauffe im Vierer „ohne“ gesessen. Auch damals kämpfte das Team mit gesundheitlichen Problemen und wurde schließlich im Finale Sechster, nachdem zuvor eine Medaille angepeilt worden war.

 
 

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