Zielstrebig zum „Nonplusultra“

Stephan Falk
NRW-Liga-Aufstieg 2014: (v.l.) Maik Bernhardt, Bastian Grund, Sven Abbing und Fuad Rugovac.
NRW-Liga-Aufstieg 2014: (v.l.) Maik Bernhardt, Bastian Grund, Sven Abbing und Fuad Rugovac.
Foto: frei
Mit fünf Neuzugängen gehen die Herner Triathleten als Aufsteiger in die neue Saison. Sie wollen sich auf Bundesliga-Ebene etablieren.

Seit fünf Jahren touren die Ausdauersportler des Herner Triathlon Teams 11 mit Tempo durchs Wasser, auf dem Rad und über die Laufstrecken. Mit geballter Zielstrebigkeit haben sie in dieser Zeit fünf Aufstiege geschafft, treten in der diesjährigen Saison als „Sparda Bank Team Herne“ in der 2. Bundesliga an. Dabei gibt es einige Neuerungen – nicht nur im Kader, mit dem die Herner in die Zweitliga-Wettkampftage zwischen dem 22. Mai (in Gütersloh) und dem 3. September (in Hannover) gehen.

Denn auf Bundesliga-Ebene geht es nicht mehr, wie im vergangenen Jahr noch in der NRW-Liga, auf den Kurzdistanzen gegen Konkurrenz und Uhr, sondern es werden Schwimmen (in der 2. Liga über 750 m), Radfahren (20 km) und Laufen (5 km) als Sprintwettbewerbe ausgetragen.

18 Mannschaften treten in diesem Jahr in der 2. Bundesliga an. Nach fünf Aufstiegen in Folge starten die Herner zunächst mal mit gebremsteren Ambitionen in die Liga-Wettkämpfe.

„Wir wollen uns erst einmal in der Bundesliga etablieren“, sagt Julia Jeromin, Geschäftsführerin und Sprecherin des Vereins. Für den Klub (70 Mitglieder) sei die Bundesliga-Teilnahme aber zunächst einmal eines: sportlich das bisherige „Nonplusultra“, so Julia Jeromin. Fünf Starter stellt jedes Team jeweils zu den einzelnen Wettkampfterminen, aber die Herner gehen mit zehn Triathleten in die Saison der 2. Bundesliga – weil es im Triathlon oft zu Terminüberschneidungen mit anderen Veranstaltungen komme, erklärt die Geschäftsführerin.

Dafür hat sich das Team auch verstärkt – durch Kontakte auf unterschiedlichen Kanälen. Stephan Berg etwa ist neu in dieser Saison des Jahres 2016. Er kommt aus Essen und man kennt sich, so war es ein Wechsel auf kurzer Distanz. Von etwas weiter weg kommen Nicklas Røssner und Kristian Trier Nipper, beide sind Studenten aus Dänemark, starten dort auch noch für den Triathlon Club Aalborg. In diesem Fall kam die Anfrage nicht vom Verein, sondern vom Athleten. Denn die Herner hatten auf ihrer Facebook-Seite um interessierte Triathleten geworben, und es meldete sich mit Nicklas Røssner ein Europameister von 2015 über die Sprintdistanz in seiner Altersklasse.

Zum Herner Kader gehören wie bisher Tolger Arnold, Sven Abbing, Maik Bernhardt, Kolja Milobinski und Fuad Rugovac. Als Neuzugänge starten für das Sparda Bank Team Herne: Stephan Berg (vom TRC Essen), Bert van Veen (von Twente Enschede, startet dort auch noch in der holländischen Bundesliga), Nicklas Røssner und Kristian Trier Nipper (beide vom Triathlon Club Aalborg, starten dort ebenfalls noch) sowie Frank Heestermans (vom Davilex Triathlon Team aus Holland, startet dort noch in der holländischen Bundesliga).

Nicklas Røssner und Kristian Trier Nipper habe die sportliche Stärke der zweiten deutschen Liga gereizt, sagt Julia Jeromin: „Sie können sich dann auch in weiteren Wettkämpfen außerhalb Dänemarks beweisen. Für sie ist das vielleicht auch ein weiterer Schritt auf dem Weg in Richtung Profibereich.“ Nicklas Røssner blickt aber jetzt erst mal auf die zweite deutsche Liga: „Ich kann’s kaum erwarten, für das Herner Triathlon Team an der Startlinie zu stehen.“