Westfalias Routiniers wollen vorne mitmischen

Nach Berlin fahren wieder die Alten Herren der Westfalia - hier 2015 im Benefizspiel am Ball gegen Schalkes Traditionself (M. Klaus Fischer).
Nach Berlin fahren wieder die Alten Herren der Westfalia - hier 2015 im Benefizspiel am Ball gegen Schalkes Traditionself (M. Klaus Fischer).
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die Alten Herren von Westfalia Herne spielen beim DFB-Ü40-Cup
  • 2015 wurden sie deutscher Vizemeister
  • Auch diesmal spielen sie um eine vordere Platzierung

Der Aufgalopp ist schon mal gelungen. Zum Start in Vorbereitung auf die Deutschen Ü40-Meisterschaften der Fußballer haben die Routiniers des SC Westfalia Herne ein Kleinfeldturnier bei Eintracht Ickern gewonnen, vor Kurzem auch ein Team, das in der Kreisliga C um Punkte spielt, mit 13:0 geschlagen vom Platz geschickt. Fünf, sechs Wochen intensiver Vorbereitung werden die Herner hinter sich haben, wenn es am Wochenende des 17./18. September in Berlin um die Deutsche Meisterschaft geht. Im Vorjahr ist die Westfalia Deutscher Vizemeister geworden, und auch in diesem Jahr will die Mannschaft um Teammanager André Dohm um den vordersten Platz mitspielen.

Natürlich, denn das Finale 2015 um den DFB-Ü40-Cup in Berlin verlor die Westfalia nur knapp mit 0:1 gegen Hannover 96. Das Endspiel wollen die Herner auch in diesem Jahr erreichen. Auch weil sie sich Unterstützung von Fußballfans aus dem Ruhrgebiet erhoffen. Genug sollten vor Ort sein. Denn: Die Ü40-Kicker tragen das Finale am Sonntag, 18. September, ab 14.15 Uhr im Amateurstadion von Hertha BSC Berlin aus, und nebenan, im Olympiastadion, wird später um 17.30 Uhr das Bundesligaspiel Hertha BSC gegen Schalke 04 angepfiffen.

Die Vorbereitung läuft bei Westfalia Herne, wobei zuletzt einige Spieler noch wegen Urlaubs oder aus beruflichen Gründen fehlten. Über 20 Spieler umfasst der Herner Kader, Teammanager André Dohm und als Coach Andreas Köhler müssen daraus die Auswahl für Berlin treffen. 18 Spieler darf diese umfassen, aber sie alle werden dann auch auf ihre Einsatzzeiten kommen: „Wir werden alle Spieler brauchen, wenn wir an zwei Tagen sechs Spiele bestreiten. Die Spielzeit beträgt nur zweimal 15 Minuten auf dem Großfeld, da muss man Vollgas geben“, sagt André Dohm. Die Mischung im Kader stimmt jedenfalls: „Wir haben ungefähr zu achtzig Prozent Ex-Westfalia-Spieler und zu zwanzig Prozent befreundete Spieler aus anderen Vereinen“, so Dohm, und sein Gesamturteil lautet: „Die Truppe ist charakterlich top.“

Überkreisliche Erfolge der jüngeren Vergangenheit waren der Gewinn der Westfalenmeisterschaft 2013, jeweils Platz eins bei der Westfalenmeisterschaft und der Westdeutschen Meisterschaft 2014 sowie im Vorjahr Platz drei bei der Westfalenmeisterschaft und der Vizetitel bei der Westdeutschen Meisterschaft. Dazu kam die deutsche Vize-Meisterschaft. Im vergangenen Jahr traf die Westfalia auf dem Weg ins Finale unter anderem auf die SG Hoppstädten/Weiersbach und die SG Gumpelstadt/Suhl. Hannover 96 im Endspiel war der einzige Gegner mit einem größeren Fußball-Namen.

Das diesjährige Teilnehmerfeld ist noch nicht ganz komplett, am Wochenende spielt noch der Regionalverband Norddeutschland seine Meisterschaft. Neben der Westfalia und dem Westdeutschen Meister aus Essen, der SG Kupferdreh-Byfang, mischen allerdings in diesem Jahr BW 90 Berlin und auch der FC Bayern München mit. Auch der wie erwartet mit einer stark besetzten Mannschaft. „Ein Mehmet Scholl etwa ist nicht dabei“, so André Dohm, „aber viele frühere Oberliga- und Regionalligaspieler der Bayern.“

Zu den Trainingseinheiten kommen für die Herner weitere Spiele während der Vorbereitungszeit. Das nächste bestreiten sie am Samstag in Bocholt, ein weiteres folgt am kommenden Mittwoch, 24. August (19 Uhr, Stadion am Schloss). Dann trifft die Ü40 des SC Westfalia Herne auf die Traditionsmannschaft des VfL Bochum. Dafür haben sich bei den Bochumern unter anderem Peter Peschel, Darius Wosz, Marcel Maltritz und Heiko Butscher angekündigt.

 
 

EURE FAVORITEN