Westfalia siegt im Elfmeterschießen

Dicke Luft herrschte öfter im SVS-Strafraum, aber letztlich behielten Keeper David Menke (l.) und seine Vorderleute (hier Naim Ajeti) meist die Oberhand. Hier kann Hernes Justin Klein (r.) nicht mehr eingreifen.
Dicke Luft herrschte öfter im SVS-Strafraum, aber letztlich behielten Keeper David Menke (l.) und seine Vorderleute (hier Naim Ajeti) meist die Oberhand. Hier kann Hernes Justin Klein (r.) nicht mehr eingreifen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Maurice Temme setzt den umjubelten Treffer zum 4:2 gegen Sodingen. Dem packenden Derby fehlen ansonsten nur die Tore.

SC Westfalia Herne -
SV Sodingen 4:2 n.E.

Tore: Fehlanzeige. 11m-Schießen - Treffer für SCW: Zaskoku, Streit, Gumpert, Temme; - Treffer SVS: Patalla, Galanis.

SCW: Carpentier - Rößler, Rieker, Streit, Temme - Vespermann (70. Mumcu), Zaskoku - Klein, Kaya (46. Klaas), Gumpert - Petrovic (46. Haar).

SVS: Menke - Mauroff, Gzyszczon, Kleina, Brehm - Battaglia, Patalla - Ajeti (78. Öztoprak), Kilian, Bednarek (65. Galanis) - Kostrzewa.

Am Ende brauchte der Favorit das Glück des Tüchtigen. Erst im Elfmeterschießen setzte sich der SC Westfalia im zweiten Halbfinale des Kirmes-Cups gegen Ausrichter SV Sodingen mit 4:2 durch und darf damit am Samstag gegen den TSV Marl-Hüls um den mit 3000 Euro dotierten Turniersieg kämpfen. In der regulären Spielzeit waren keine Tore gefallen, obwohl beide Mannschaften in einer packenden und temporeichen Partie ihre Möglichkeiten hatten.

„Es war ein klasse Spiel. Wir haben richtig gut dagegengehalten und hatten auch unsere Chancen. Elfmeterschießen ist dann aber immer Glücksache“, war Sodingens Sportlicher Leiter Tim Eibold trotz des Ausscheidens nicht unzufrieden. Ein dickes Lob gab es auch vom Gegner. „Riesenrespekt an Sodingen. In drei Turnierspielen kein Tor zu kassieren und trotzdem nicht ins Finale zu kommen, das ist schon Pech“, meinte SCW-Trainer Christian Knappmann, der in seiner Elf den zwar glücklichen, aber auch verdienten Sieger sah.

Von Beginn an drückten die Herner aufs Tempo, liefen die Sodinger früh an und ließen sie kaum einmal in Ruhe den Ball annehmen. So erkämpfte sich die Westfalia deutliche Feldvorteile und kam auch zu einige Möglichkeiten. Doch im Abschluss haperte es gewaltig. Enes Kayas Schuss aus acht Metern (3.) wurde zur Ecke abgefälscht, und auch als Dejan Petrovic aus zwölf Metern abziehen konnte, war ein Sodinger Abwehrbein dazwischen Die folgende Ecke, auf den ersten Pfosten geschlagen und per Kopf verlängert, hätte Niklas Rieker fast zur Führung genutzt, aber David Menke lenkte den Kopfball mit den Fingerspitzen gegen die Latte (17.).

Zwei weitere Eckbälle nach ähnlichem Strickmuster sorgten in den folgenden Minuten für Gefahr im SVS-Strafraum, aber weder Fatlum Zaskoku (20.) noch Petrovic (22.) hatten mit ihren Kopfbällen Erfolg. Auch aus dem Spiel heraus kam der SCW zu einigen passablen Möglichkeiten, die aber allesamt ungenutzt blieben.

Allerdings waren auch die Sodinger nicht ungefährlich. Zweimal waren sie sogar ganz nah dran, aber Jörg Kostrzewas Dropkick aus acht Metern klatschte vor die Latte (15.), und als David Czyszczon nach einer per Kopf verlängerten Patalla-Ecke am 11m-Punkt zum Schuss kam, verfehlte er um Zentimeter sein Ziel (43.).

Nach dem Wechsel änderte sich wenig. Der SCW drückte, erhöhte sein Konto auf 17 Ecken, doch die SVS-Abwehr stand wie eine Eins. Und als Czyszczon aus spitzem Winkel frei zum Schuss kam, war es Keeper Carpentier, der auch den Hernern die Null hielt. So ging es zur finalen Elfmeter-Lotterie, wo Maurice Temme den umjubelten letzten Treffer setzte.

 
 

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