Westfalia plant den dritten Heimdreier im neuen Jahr

Uwe Ross
Semih Güler (Mitte) meldet sich beim SC Westfalia Herne zurück.
Semih Güler (Mitte) meldet sich beim SC Westfalia Herne zurück.
Foto: WAZ FotoPool

Die Neigung zum närrischen Treiben ist bei den Fußballern des SC Westfalia Herne unterschiedlich ausgeprägt. Feiern wollen sie an diesem Samstag aber alle – nicht unbedingt Karneval, aber auf jeden Fall einen Sieg über den TuS Dornberg. Anstoß zu dieser Nachholbegegnung der Oberliga Westfalen ist um 15.45 Uhr in der Abisol-Arena am Schloss Strünkede.

Mit der Partie gegen den Tabellenletzten aus dem Bielefelder Stadtteil Großdornberg schließt der SCW heute auch offiziell seine Hinrunde ab. Für Co-Trainer Pietro Perrone, der wie bereits vergangenen Sonntag beim 1:0-Erfolg über Erndtebrück den erkrankten Chefcoach Hans Bruch auf der Bank vertritt, ist klar: „Das ist noch mal ein Bonusspiel, dass wir unbedingt gewinnen wollen. Wenn uns das gelingt, können wir uns ein kleines Polster zulegen.“

Lange Zeit sah die Heimbilanz der Strünkeder alles andere als berauschend aus. Dann aber kam im neuen Jahr die Wende. Zunächst das 3:0 gegen die TSG Sprockhövel, dann am letzten Sonntag das 1:0 über den TuS Erndtebrück.

Verbesserte Personallage

„Und das, obwohl uns einige verletzte Spieler gefehlt haben. Aber ich habe in den Gesichtern aller den unbedingten Siegeswillen gesehen“, lobt Perrone die gesamte Mannschaft.

Für heute hat sich die personelle Situation wieder gebessert. Mit Volkan Kiral und Dennis Weßendorf (beide Muskelfaserriss) fehlen zwar weiterhin wichtige Kräfte, dafür sind andere wieder dabei. So wie Semih Güler und Jimmy Antwi-Adjej, die muskuläre Probleme hatten, sich jetzt aber ebenso wie Julian Bumbullies wieder zurück meldeten.

Mit dem TuS Dornberg kommt heute eine der beiden auswärtsschwächsten Mannschaften zum Schloss Strünkede. Wie der TuS Heven haben die Bielefelder in der Fremde bislang ein mageres Pünktchen eingefahren.

Nach vorne spielen

Eine Verbesserung dieser Bilanz will der SC Westfalia seinen Gästen gar nicht erst anbieten, sondern mit einem engagierten Auftritt selbst das Geschehen bestimmen. „Wir müssen nach vorne spielen. Ich weiß, dass wir das können“, sagt Perrone, der aber auch an andere Tugenden appelliert: „Natürlich ist es schwierig, auf unserem Rasen vernünftigen Fußball zu spielen. Wir müssen um jeden Ball kämpfen, die Zweikämpfe für uns entscheiden.“ Wenn das gelingt, darf am Abend gefeiert werden – drei Punkte und auch Karneval.