Westfalia peilt den fünften Sieg an

Kaum zu halten war in den letzten Spielen Hernes Angreifer Marko Onucka (r.), der vor allem mit Fatmir Ferati immer besser harmoniert.
Kaum zu halten war in den letzten Spielen Hernes Angreifer Marko Onucka (r.), der vor allem mit Fatmir Ferati immer besser harmoniert.
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  • Gegen den SC Neheim will der SC Westfalia die Tabellenführung ausbauen
  • Trainer Knappmann warnt vor starker Offensive des Aufsteigers
  • Erfolgs-Elf von Iserlohn bleibt weitgehend unverändert

Es läuft beim SC Westfalia Herne. Vier Meisterschaftsspiele hat der SCW bislang bestritten, sich dabei stetig gesteigert und mit vier Siegen seine eigenen Aufstiegsambitionen fett unterstrichen. Ewig wird diese Erfolgsserie nicht dauern, das sagt schon die Erfahrung. Dass sie aber bereits an diesem Sonntag ein Ende findet, wenn Aufsteiger SC Neheim am Schloss Strünkede aufkreuzt (15 Uhr), ist nach den letzten Eindrücken schwer vorstellbar.

Auch Hernes Trainer Christian Knappmann erwartet von seinen Jungs nichts anderes als den fünften Dreier – was ihn nicht dazu verleitet, dem Gegner überheblich zu begegnen. „Neheim hat zwar erst drei Punkte auf dem Konto und steht noch hinter Lennestadt, doch gerade im Offensivbereich hat die Mannschaft richtig Qualität“, verrät er seine Erkenntnisse aus dem Studium diverser Videos und Gesprächen mit anderen Trainern.

Nicht nur das Neheimer 4:0 vor zwei Wochen gegen den DSC Wanne-Eickel gibt ihm zu denken. Gewarnt wurde er auch von Björn Mehnert, der mit dem Oberligisten Westfalia Rhynern im Verbandspokal beim SCN ausschied. Damals war es der wieselige Jonas Schmidt, nicht zu verwechseln mit dem namensgleichen letztjährigen SCW-Stürmer, der mit einem Dreierpack den Weg zum 4:2-Sieg ebnete. Schmidt ist in der Liga bisher noch torlos, die fünf Neheimer Saisontreffer teilen sich Okan Güvercin (3) und Gianluca Greco (2).

„Ich kann nur davor warnen, Neheim mit Lennestadt gleichzusetzen. Wir müssen bei Ballbesitz eine bessere Absicherung haben, um nicht in Konter zulaufen“, gibt der SCW-Coach seiner Mannschaft mit auf den Weg. Schwächen hat er im Neheimer Defensivverbund ausgemacht. „Da sehe ich schon eine gewisse Dysbalance, die wir nutzen können.“

Hernes Anfangsformation dürfte sehr stark jener aus Iserlohn ähneln. „Da haben wir eine überragende Leistung abgeliefert, so dass es wenig Grund gibt, Änderungen vorzunehmen, zumal wir nicht explizit auf Neheimer Stärken reagieren müssen“, meint Knappmann. Weil die Personaldecke derzeit dick genug ist, sollen Sebastian Mützel und Frederik Streit ihre Blessuren erst richtig auskurieren. „Da brauchen wir kein Risiko einzugehen“, meint ihr Trainer. Von den Spielern aus dem „zweiten Glied“ hat sich beim Test in Haltern niemand für einen Platz in der Start-Elf aufgedrängt.

Den Konflikt auf einem Nebenschauplatz hat Knappmann beigelegt. Der Iserlohner Platzwart habe seine Anzeige zurückgezogen. „Wir haben telefoniert und das Kriegsbeil begraben. Er kommt mit zum Rückspiel, und dann gehen wir gemeinsam was essen.“ Am Sonntag gilt es, auch das Problem Neheim zu lösen. Denn dann kann man wirklich sagen: Es läuft beim SCW.

 
 

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