Westfalia Herne und DSC Wanne eröffnen den Punktekampf

Viel Einsatz: Hier Westfalias Dennis Gumpert (M.) gegen Christian Melchner (r.) im Derby vergangenen Dezember.
Viel Einsatz: Hier Westfalias Dennis Gumpert (M.) gegen Christian Melchner (r.) im Derby vergangenen Dezember.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Startschuss in der Fußball-Westfalenliga 2
  • Der SC Westfalia Herne empfängt den DSC Wanne-Eickel
  • Für beide ist das Derby der „Tag X“

Für Christian Knappmann ist dieses Derby nichts Neues, er stand letzte Saison in den beiden Westfalenliga-Duellen zwischen dem SC Westfalia Herne und dem DSC Wanne-Eickel noch als Stürmer auf dem Platz. Im August vergangenen Jahres traf er in der Mondpalastarena sogar in der 90. Minute zum 1:1-Endstand für die Westfalia (das Rückspiel endete 0:0). Das Auftaktspiel dieser neuen Serie am Sonntag (Anstoß 15 Uhr, Stadion am Schloss Strünkede) gegen den DSC Wanne-Eickel gehe er „pragmatisch“ an. Holger Flossbach, Trainerkollege beim DSC sagt, er sei vor seiner Lokalduell-Premiere mit dem DSC noch nicht allzu heftig vom allgemeinen Derbyfieber gepackt. Aber dass genug Bedeutung in diesem Spiel steckt, machen beide Trainer auch klar.

Die beiden Coaches bekunden jedenfalls vorab schon mal Respekt voreinander. Christian Knappmann sagt über Holger Flossbach, der sei ein „Trainerfuchs“, und Flossbach wiederum sagt über die Westfalia, sie habe mit Knappmann einen „crazy Trainer“. Und das, betont Flossbach, heiße: „In einem absolut positiven Sinne fußballverrückt. Er hat dort bisher viel bewegt.“

SC Westfalia Herne

Zunächst mal, sagt Christian Knappmann: „In diesem Spiel geht nur um maximal drei Punkte. Es gibt keinen Bonus in der Tabelle, und danach stehen noch 29 weitere Meisterschaftsspiele an.“ Klar ist für ihn aber auch: „Einige Boni gibt es doch für den Gewinner. Der hat im Saisonverlauf vielleicht größeren Kredit bei den Zuschauern, hat ein größeres Ansehen in der Stadt.“ Aber zuallererst sei es für die Westfalia ein Kampf um die Zähler: „Wir wollen kontinuierlich punkten.“

Der Aufstieg ist schließlich das erklärte Ziel der Westfalia. Die Frage nach Druck, nach zu großem Druck, stellt sich für Knappmann nicht: „Ich habe den Jungs gesagt: Ihr habt keinen Druck, jetzt noch nicht. Den haben wir erst, wenn wir den Erwartungen hinterherlaufen. Aber es noch kein Spiel gespielt. Was wir jetzt erst mal haben, ist eine Verpflichtung.“

Von den Meldungen über Verletzungen in Reihen der Wanne-Eickeler lässt sich Knappmann erst mal nicht beeindrucken, sondern er wartet mal die tatsächliche DSC-Aufstellung am Sonntag ab: „Der DSC macht das geschickt, stapelt tief. Aber wir haben Testspiele von ihnen gefilmt, und ich weiß, dass sie eine Mannschaft mit exzellenten Spielern haben.“ Es wäre, so Knappmann, gefährlich für sein Team, „wenn wir schlampig sind. Aber das werden wir nicht sein.“

DSC Wanne-Eickel

Für Holger Flossbach, Trainer des DSC Wanne-Eickel, ist dieser 14. August der „Tag X“: „Dass wir auf den Punkt fit sind, daran haben wir sechs Wochen lang intensiv gearbeitet.“ Allerdings sei nach dem Spiel in Ennepetal der Einsatz von Torsten Stondzik, Stephen Lorentzen, Besim Kasumi und Robin Dieckmann noch fraglich, von den schon länger Verletzten könne Eduard Sprenger nicht spielen, immerhin Nick Träptau mache „gute Fortschritte“, so Flossbach.

In welcher Formation auch immer: In diesem Derby zeige sich, ob der DSC alles auf den Punkt gebracht habe.

Die Derbystimmung habe seine Mannschaft jedenfalls erfasst: „Die Gesprächsthemen in dieser Woche waren sehr einseitig“, so Flossbach. „Den Spielern hat man die ganze Zeit über angemerkt, dass ein besonderes Spiel bevorsteht.“

Die Rolle als Top-Kandidat für den Aufstieg kann Holger Flossbach großzügig dem Nachbarn überlassen: „Sie sind ja selbst ernannter Meisterschaftsfavorit.“ Seinen DSC sieht er in Richtung einstelliger Tabellenplatz positioniert.

Auf die Vorbereitung blickt Holger Flossbach so zurück: „Wir haben einige Hürden genommen, aber auch einige seichtere Phasen dabei gehabt.“ Die letzte am vergangenen Sonntag beim 1:2 in Ennepetal. Aber Holger Flossbach merkt zwischendurch an, der DSC wolle schon alles daransetzen, aus dem Stadion am Schloss „was Zählbares“ mitzunehmen.

Es ist eben für beide Teams der „Tag X“.

 
 

EURE FAVORITEN