Westfalia Herne hat nur noch 13 Spieler zur Verfügung

Philipp Zieser
Marc Schröter plagt nach der Pokalblamage ein dicker Knöchel.
Marc Schröter plagt nach der Pokalblamage ein dicker Knöchel.
Foto: Ralph Bodemer / WAZ FotoPool

Nach einer Woche mit bitteren Niederlagen gegen Ennepetal und Obercastrop muss der Tabellenfünfzehnte Westfalia Herne am Sonntag zum Dritten nach Rödinghausen reisen, der derzeit einen Punkt hinter den Aufstiegsplätzen lauert.

SCW-Trainer Hans Bruch ahnt, warum die Mannschaft zuletzt aus der Spur kam: „Viele Spieler stecken in Vertragsverhandlungen. Das sind alles junge Spieler, denen teilweise erzählt wird, dass sie in der Regionalliga spielen können. Bei einigen ist der Kopf dann nicht frei.“ Genau darum hat er auch beim Mittwochstraining darauf verzichtet, in einer ausführlichen Ansprache das Pokalaus aufzuarbeiten: „Die Spieler sollten sich erstmal ein paar Gedanken dazu machen.“ Stattdessen war die Besprechung Teil des Abschlusstrainings gestern Abend. Das Training war allerdings eine relativ überschaubare Veranstaltung, groß ist der Kader nicht. Bruch: „Ich habe am Sonntag 13 Spieler.“ Onur Özbicerler wurde nach seiner roten Karte für zwei Spiele gesperrt, Marc Schröter hat einen dicken Knöchel, Robert Hansmann hat Wasser im Knie. Mit dezimierter Mannschaft muss Bruch gegen Rödinghausen auf das gleiche Rezept wie schon vor zwei Wochen gegen Arminia Bielefeld setzen: hinten sicher stehen, dem fußballerisch besseren Gegner keine Räume bieten, Nadelstiche setzen. Von daher ist der SVR derzeit genau der richtige Gegner für Westfalia, meint Bruch: „Dort erwartet niemand was von uns.“ Eine gute Nachricht gab es dann doch noch: Semih Güler wurde gestern aus dem Krankenhaus entlassen. Am Sonntag ist er aber, wenn überhaupt, nur als moralische Unterstützung an Bord.