Westfalia geht unglücklich k.o.

Wolfgang Volmer
Im Duell der Kapitäne hat Marls Kai van der Gathen hier gegen Michael Planhof das bessere Ende für sich.
Im Duell der Kapitäne hat Marls Kai van der Gathen hier gegen Michael Planhof das bessere Ende für sich.
Foto: Deinl

TSV Marl-Hüls -
CS Westfalia Herne 2:1

Tore: 1:0 (23.) Lukas, 1:1 (84.) Weßendorf, 2:1 (88.) Temel.

TSV: Bley - Temel, van der Gathen, Flossbach, Ural - Stondzik, Diericks (76. Sdzuy) - S. Bastürk (70. E. Bastürk), Mutluer (66. Fritzsche), Kaiser - Lukas.

SCW: M. Johns - Kaya, Planhof, Forin, Gallus - Weßendorf, Güler, Özbicerler, Hufnagel (46. Hansmann) - Antwi-Adjej, Eisenkopf (72. Türkyilmaz).

SR: Thomas Altgeld (Bochum).

Das Thema Westfalenpokal hat sich für den SC Westfalia in diesem Jahr erledigt. Durch ein spätes Tor schied der Oberligist am Marler Loekamp etwas unglücklich aus und kann sich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren – den Kampf um den Klassenerhalt.

Auch wenn seiner Elf das sehnlichst erwünschte Erfolgserlebnis verwehrt blieb, strahlte Hans Bruch nach seinem Einstand als Herner Cheftrainer Zuversicht aus. „Natürlich waren vor allem im Abschluss noch Defizite zu sehen. Aber mit der Leistung insgesamt bin ich absolut zufrieden“, freute er sich über einen couragierten Auftritt seiner Mannschaft, die er nur geringfügig verändert hatte und die dem Spitzenreiter der Westfalenliga absolut ebenbürtig war.

Die Anfangsphase gehörte sogar den Gästen, die durch einen 22m-Schuss der starken Onur Özbicerler auch den ersten Offensivakzent setzten (5.). Zwei Minuten später brachte Kai Forin nicht mehr genug Druck hinter seinen Kopfball, so dass TSV-Keeper Bley die Kugel herunterpflocken konnte.

Erst langsam kam auch der ohne Torjäger Christian Erwig (Achillessehnenbeschwerden) angetretene TSV in Schwung. Und kaum hatte Trainersohn Sebastian Flossbach mit einem Kopfball auf den Querbalken für die erste Schrecksekunde bei den Herner Anhängern gesorgt (22.), zappelte der Ball auch schon im Netz. Kadir Mutluer leitete eine Hereingabe von der linken Seite gekonnt weiter zu Marco Lukas, der sich aus zwölf Metern die Ecke aussuchen konnte.

Danach passierte zunächst wenig. Marl-Hüls wirkte abgeklärter, auch robuster, der SCW blieb trotz viel versprechender Ansätze ohne Durchschlagskraft. Sekunden vor der Pause hätte dennoch das 1:1 fallen können, doch Bley lenkte Semih Gülers Schuss nach Doppelpass mit Antwi-Adjej zur Ecke.

Mit Özbicerler in der Spitze wurde die Bruch-Elf nach dem Wechsel noch offensiver, ließ kaum noch etwas zu und kam durch Hansmann, Kaya und Planhof auch zu einigen Chancen. Den verdienten Lohn fuhren die Herner in der 84. Minute ein, als Weßendorf einen Bley-Fehler per Kopf ausnutzte. Als alles sich schon auf eine Verlängerung einrichtete, ließ sich Marcel Johns aber von Temels Sonntagsschuss aus 28 Metern überraschen.