Westfalia bezahlt seinen 2:0-Sieg teuer

Mit harten Bandagen kämpften Westfalia (weiß) und Wanne 11 um die ersten Punkte.
Mit harten Bandagen kämpften Westfalia (weiß) und Wanne 11 um die ersten Punkte.
Foto: FUNKE Foto Services
Milko Trisic sieht Rot wegen Schiedsrichter-Beleidigung. SV Wanne 11 liefert Hernern einen harten Kampf , vergibt aber vor der Pause vier dicke Gelegenheiten.

Der 17. Cranger-Kirmes-Cup ist eröffnet. Am gestrigen Abend setzten sich beim renommierten Vorbereitungsturnier des SV Sodingen mit dem TSV Marl-Hüls und dem SC Westfalia Herne in beiden Spielen die Favoriten mit Mühe durch.

Gruppe A: TSV Marl-Hüls - Vestia Disteln 2:1 (0:0). Dank einer Steigerung in der zweiten Hälfte fuhr der Oberligist verdient einen Dreier ein. Die Partie schleppte sich anfangs zäh dahin, es gab wenig Tempo und kaum Torszenen. Die beste Chance hatte noch Distelns Justin Buth, als er nach einem krassen Fehler nur noch Rafael Hester vor sich hatte, aber am TSV-Keeper scheiterte (6.).

Mit der Hereinnahme von Torjäger Michael Smykacz wurde das Hülser Spiel wesentlich lebendiger und gefährlicher. Smykacz war es auch, der in der 56. Minute das erste Turniertor erzielte. Und was für eins. Mit perfekter Schusstechnik nahm er eine Flanke von der rechten Seite 15 Meter vor dem Tor direkt aus der Luft und schmetterte den Ball in den Knick. Sechs Minuten später erhöhte TSV-Spielmacher Sebastian Westerhoff mit einem Lupfer auf 2:0. Damit war das Spiel entschieden, Distelns Anschlusstor fiel zu spät.

Tore: 1:0 (56.) Smykacz, 2:0 (62.) Westerhoff, 2:1 (88.) Buth.

Gruppe B: SC Westfalia Herne - SV Wanne 11 2:0 (0:0). Im Herner Derby ging es von Beginn ganz anders zur Sache als im Spiel zuvor. Vor allem die Elfer spielten sehr körperbetont und entpuppten sich als äußerst unbequemer Gegner. Bei Herner Ballbesitz standen sie tief, spätestens die Fünferkette bereinigte alles, was in Richtung Wanner Tor flog. Nach Balleroberung schalteten die Elfer sofort um und nutzten die Schnelligkeit von Niclas Maiwald, Patrick Schulten und Ismail Akbaba zu blitzartigen Attacken.

Zur Pause hätte die Pepe-Elf führen können, ja müssen. Doch Akbaba (5./8.) und Maiwald (13.) konnten ihre Chancen ebenso wenig nutzen wie Tobias Hyna, der Adameks Flanke freistehend am Tor vorbeischoss (32.). Westfalia hatte erst in der Schlussphase der ersten Hälfte durch Temme und Feratis Direktabnahme passable Torannäherungen, zeigte sich aber zunehmend genervt von den aggressiven Raben. So genervt, dass Milko Trisic Sekunden vor der Pause den Mund nicht halten konnte und von Julian Hahn wegen Schiedsrichterbeleidigung unverzüglich die rote Fahrkarte zum Duschen ausgestellt bekam.

In Unterzahl machte es die Knappmann-Elf nach Wiederanpfiff aber besser. Mit den eingewechselten Justin Klein, Dennis Gumpert und Enes Kaya war deutlich mehr Tempo im Spiel, und prompt stellten sich Möglichkeiten ein. Bei der vierten Chance binnen einer Viertestunde klingelte es dann. Aus kurzer Distanz stocherte Gumpert eine Mützel-Ecke über die Linie des Wanner Tores. Als wenig später Nils Vespermann nach einem Pressschlag klasse reagierte, sofort auf den startenden Klein durchsteckte und der nach einem 30m-Sprint Manuel Cleves zum zweiten Mal überwand, war das Feuer endgültig raus. Wanne steckte zwar nicht auf, hatte aber nicht mehr die Kraft, dieses 0:2 nochmal umzubiegen. Dass Fatmir Ferati am Ende von Helfern gestützt vom Platz humpelte, war neben Trisics Platzverweis aber ein zweiter Wermutstropfen für die Westfalia.

 
 

EURE FAVORITEN