Wenig Zeit zur Besinnung für den SCW

Uwe Ross
Daniel Eisenkopf (Mitte) muss mit Westfalia Herne am Dienstag im Pokal ‘ran.
Daniel Eisenkopf (Mitte) muss mit Westfalia Herne am Dienstag im Pokal ‘ran.
Foto: WAZ FotoPool

Nach der 0:4-Heimpleite am vergangenen Sonntag gegen den TuS Ennepetal und vor dem schweren Auswärtsspiel am kommenden Sonntag beim SV Rödinghausen, Tabellendritter der Oberliga und einer der Aufstiegsfavoriten, bleibt für den SC Westfalia Herne wenig Zeit zur Besinnung. Zumal an diesem Dienstag eine weitere Pflichtaufgabe ansteht: Um 19 Uhr treten die Strünkeder im Halbfinale des Kreispokals beim Bezirksligisten SV Wacker Obercastrop (Erin-Kampfbahn, Karlstraße 44a) an.

Als Konsequenz aus der schwachen Leistung seiner Mannschaft in der Partie gegen Ennepetal hat Trainer Hans Bruch den eigentlich trainingsfreien Montag gestrichen. Auf dem Programm stand eine reguläre Übungseinheit, aber vor allem auch die Analyse der Partie gegen Ennepetal und eine Reihe von Vier-Augen-Gesprächen. „Ich kann mir den Leistungsabfall bei gleich so vielen Spielern nicht erklären“, hatte Bruch bereits in der Pressekonferenz am Sonntagnachmittag erklärt.

Am Montag also die Aufarbeitung einer verkorksten Partie gegen einen ebenfalls abstiegsgefährdeten Konkurrenten, aber gleichzeitig auch die Einstimmung auf die Pokalpartie beim SV Wacker. „Gegen einen tieferklassigen Gegner kann man sich nur blamieren. Obercastrop hat am Sonntag 5:0 gegen Merklinde gewonnen, Tore schießen können die also auch. Wir werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, kündigt Bruch an.

Nicht mit Ruhm bekleckert

Dazu bestehe auch kein Anlass, schließlich habe man sich in den letzten Pokalrunden nicht gerade mit Ruhm bekleckert, betont Bruch. In der 3. Runde gab es bei BG Schwerin, ebenfalls ein Bezirksligist, einen dünnen 3:2-Sieg für den SCW. Und im Viertelfinale lagen die Strünkeder beim A-Ligisten Arminia Holsterhausen zur Halbzeit sogar mit 0:1 hinten, ehe ihnen noch ein 3:1-Sieg gelang.

„Wir müssen eine konzentrierte Leistung zeigen, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Und natürlich muss auch die Einstellung stimmen“, fordert der Westfalia-Trainer. Wie stark er die Mannschaft im Vergleich zum Ennepetal-Spiel umbauen wird, ließ Bruch noch offen: „Es wird wohl der eine oder andere eine Chance in der Startformation bekommen. Und vielleicht brauchen einige Spieler auch mal eine kleine Denkpause.“

Fehlen werden definitiv die Verletzten Volkan Kiral und Kai Forin, dafür stößt Dennis Weßendorf wieder zum Kader.