Wanne 11 schreibt Vereinsgeschichte

Uwe Ross
Kreispokalsieger 2012/13: Nach einem in der Höhe sensationellen 5:1-Sieg über den Oberligisten Westfalia Herne kann sich der SV Wanne 11 erstmals den Kreispokal in die Vitrine stellen. Dass sie auch feiern können, bewiesen die Elfer nach ihrem Triumph.
Kreispokalsieger 2012/13: Nach einem in der Höhe sensationellen 5:1-Sieg über den Oberligisten Westfalia Herne kann sich der SV Wanne 11 erstmals den Kreispokal in die Vitrine stellen. Dass sie auch feiern können, bewiesen die Elfer nach ihrem Triumph.
Foto: Fischer
Binnen zwölf Monaten hat der SV Wanne 11 am Donnerstag zum zweiten Mal Vereinsgeschichte geschrieben. Im letzten Frühjahr feierten die „Schwarzen Raben“ nach 50-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die Landesliga, jetzt sicherten sie sich mit dem 5:1-Erfolg über den SC Westfalia Herne zum ersten Mal den Herner Kreispokal.

SV Wanne 11 - SC Westfalia Herne 5:1

Tore: 1:0 (23., Foulelfmeter) Pflüger, 2:0 (27.) T. Hyna, 3:0 (33.) Maiwald, 3:1 (51.) Poggel, 4:1 (61.) Maiwald, 5:1 (79.) Thielking.

SV 11: Hug - Schulten, Tobias Hyna, Jantowski, Herbst - Liebel, Ludwig, Kaya, Pflüger (67. Kim Hyna) - Reis (75. Drews), Maiwald (75. Thielking).

SCW: Heilmann - Tim Reimann, Planhof, Torben Reimann, Van der Heusen (69. Krantz - Sazoglu, Tottmann (46. Johns) - Pollasch, Ural (46. Kaya), Poggel - Tekin.

Schiedsrichterin: Nadine Matthes.

Zuschauer: 900 zahlende.

Binnen zwölf Monaten hat der SV Wanne 11 am Donnerstag zum zweiten Mal Vereinsgeschichte geschrieben. Im letzten Frühjahr feierten die „Schwarzen Raben“ nach 50-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die Landesliga, jetzt sicherten sie sich mit dem 5:1-Erfolg über den SC Westfalia Herne zum ersten Mal den Herner Kreispokal.

Den Elfern war im Vorfeld durchaus eine gute Außenseiterchance eingeräumt worden, zumal Gästetrainer Jörg Silberbach einen Großteil seiner Stammkräfte für den Überlebenskampf in der Oberliga schonte und vielen Spielern aus der „zweiten Reihe“ eine Chance gab. Dass der Landesligist seinen zwei Klassen höheren Gegner letztlich aber so deutlich vom Kunstrasen an der Hauptstraße fegen würde, war nicht zu erwarten.

Auf acht Positionen hatte Silberbach sein Team gegenüber dem letzten Meisterschaftsspiel geändert, aber zunächst sah es nicht schlecht für die Westfalia aus. Die Herner erspielten sich einige Möglichkeiten, aber ernsthaft in Gefahr brachten sie das von Kevin Hug gehütete Tor der Elfer nicht. Lediglich einmal musste sich der Wanner Schlussmann strecken, als er einen Schuss von Poggel (9.) über die Latte faustete.

Nachdem die Anfangsoffensive der Gäste verpufft war, orientierten sich auch die Wanner nach vorne – und das gleich mit Erfolg. Nach einer Flanke von Christian Pflüger war Niclas Maiwald vor Marten Heilmann am Ball und wurde vom SCW-Keeper von den Beinen geholt. Schiedsrichterin Nadine Matthes, die die Begegnung ganz souverän leitete, zögerte keinen Moment mit ihrem Elfmeterpfiff, und Pflüger verwandelte sicher zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte der aufgerückte Innenverteidiger Tobias Hyna nach einem Freistoß von Patrick Liebel per Kopf auf 2:0, und weitere sechs Minuten, nach dem schönsten Tor des Tages, hatte die Sensation konkrete Formen angenommen. Niclas Maiwald, der Rohdiamant der Elfer, ließ zwei Gegenspieler stehen, spielte mit Benni Reis den „Paso Doble“ und vollstreckte eiskalt zum 3:0-Halbzeitstand. Die Fans der Schwarzen Raben, die Mehrzahl der gut 1000 Zuschauer, war verzückt.

Mit Wiederanpfiff versuchten die Strünkeder, das Heft wieder in die Hand zu bekommen. Der Anschlusstreffer durch Marvin Poggel, der die schöne Vorarbeit von Andreas Pollasch verwertete, sorgte aber keineswegs für die von Silberbach erhoffte Aufholjagd. Im Gegenteil: Mit einem dicken Patzer leitete Christoph Van der Heusen, der den Ball am eigenen Strafraum in die Beine von Pascal Ludwig spielte, den endgültigen K.o. ein. Niclas Maiwald vollendete die Aktion, krönte damit seine bärenstarke Leistung und durfte bei seiner Auswechslung den Beifall der Fans genießen. Für ihn kam Mike Thielking, der keine vier Minuten auf dem Platz war, als er die Herner Abwehr austanzte und den Ball ins lange Eck schlenzte. Ein toller Abschluss eines tollen Pokalfinales, das mit dem SV Wanne 11 einen verdienten Sieger hatte.