Undankbare Aufgabe für den SCW

Wolfgang Volmer
Serdar Yigit, hier noch im Trikot des SV Zweckel, soll am Mittwoch in Schwerin sein Pflichtspiel-Debüt für den SC Westfalia bestreiten.
Serdar Yigit, hier noch im Trikot des SV Zweckel, soll am Mittwoch in Schwerin sein Pflichtspiel-Debüt für den SC Westfalia bestreiten.
Foto: WAZ Fotopool

Lange konnten die Fußballer des SC Westfalia Herne ihren ersten Oberligasieg nicht auskosten. Bereits am heutigen Mittwoch müssen sie erneut ran. In der dritten Kreispokal-Runde treten sie um 19 Uhr am Grafweg in Castrop-Rauxel bei der SpVg Blau-Gelb Schwerin an.

Eine undankbare Aufgabe, wie Hans Bruch findet. „In solchen Spielen kann man sich nur blamieren“, weiß der SCW-Trainer um die unangenehme Situation, bei einem klassentieferen Gegner antreten zu müssen. „Immerhin ist Schwerin aber Bezirksligist. Fußball spielen können die auch“, warnt Bruch. Viel wisse er über das Team seines Kollegen Dieter Beleijew noch nicht, aber das wird nicht so bleiben. „Ich werde noch meine Infos einholen.“

Gewiss wird er dann erfahren, dass Marc Olschewski, einst auch für den VfB Hüls in der Oberliga am Ball, der Dreh- und Angelpunkt des Schweriner Spiels ist. Und dass die Blau-Gelben, ähnlich wie der SCW, sich gerade im Aufwärtstrend befinden. Mit 2:1 gelang ihnen am Sonntag gegen Preußen Hochlarmark der erste Saisonsieg.

Am Unterschied von drei Ligen ändert das nichts. „Wir müssen sehen, dass wir das Spiel souverän beherrschen und sollten damit möglichst früh beginnen“, nimmt Bruch die Favoritenrolle an. Eine Komplett-Rotation, wie sie sein Vorgänger Jörg Silberbach in den ersten beiden Runden vornahm, wird es diesmal nicht geben – auch weil wegen einer langen Verletztenliste die Alternativen knapp werden. Immerhin stieg am Montag Serdar Yigit nach langer Verletzung ins Mannschaftstraining ein und setzte gleich positive Akzente. Ihn will Bruch heute im Spiel sehen – ob von Beginn an, ließ der Herner Trainer noch offen.