„Über die Tabelle können wir im Sommer reden“

Torjubel steht in Horsthausen auf der Tagesordnung: Schon 35 Mal traf der Tabellendritte in neun Spielen.
Torjubel steht in Horsthausen auf der Tagesordnung: Schon 35 Mal traf der Tabellendritte in neun Spielen.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services

Gemessen am gesteckten Saisonziel, die gute Vorsaison zu bestätigen, befindet sich die Sportvereinigung Horsthausen in der Bezirksliga-Staffel 10 auf dem besten Wege. Der Vorjahres-Dritte rangiert nach einem knappen ersten Saisondrittel wieder auf Platz drei. Zwei Punkte trennt die Gerresheim-Elf vom Spitzenduo aus FC Neuruhrort und Firtinaspor Wanne. Mit 35 Treffern stellt Horsthausen - auch das durfte erwartet werden - den mit Abstand besten Angriff der Liga. Vorübergehende Schwierigkeiten in der Rückwärtsbewegung scheinen zudem überwunden. Es läuft also.

Der Saisonstart glückte noch eher mittelgut. Zwei knappen Siegen über Harpen und in Eppendorf folgte das 1:1 im Platzderby gegen Fortuna, die Niederlage in Kornharpen und wenig später das 4:7-Debakel bei Firtina an der Emscherstraße. Noch hakte es etwas im Getriebe. Auch im Spiel darauf, zu Hause gegen Polizei Bochum, lief zunächst wenig zusammen. In der Halbzeitpause dieses Spiels jedoch fand man den Schalter, der dringend umgelegt werden musste, um in die Erfolgsspur zu gelangen.

Mit 1:3 lag man da hinten, war zudem nach Barsnicks Rot nur noch zu Zehnt auf dem Feld, da rappelte sich die Sportvereinigung auf. In den folgenden dreieinhalb Spielen kassierte die Mannschaft nur noch einen Gegentreffer. Polizei besiegte Horsthausen noch mit 5:3, dem 5:0 im Kreispokal bei Arminia Holsterhausen ließen die Jungs zudem ein 6:1 in Kaltehardt und zuletzt das lockere 6:0 gegen Herne-Süd folgen. „Endlich verteidigen wir wieder, wie wir es auch können“, meint Marc Gerresheim erleichtert. „Die ganze Mannschaft verteidigt bis zum Letzten.“

Damit scheint der Schlüssel gefunden, denn die Offensive macht ihren Job ohnehin. „Vorne sind wir immer gefährlich“, so Gerresheim. Wenn er dennoch manchmal eine noch zu dünne Erfolgsquote anmerkt, dann weiß auch er einzuordnen: „Das ist natürlich Jammern auf hohem Niveau.“ Denn: Nur die wenigsten Kontrahenten haben mehr als 20 Tore auf dem Konto, Horsthausen bereits wie gesagt 35.

Das Führungsduo der Bezirksliga steht also unter Druck, denn die Gerresheim-Elf hat ihre Form offenbar gefunden. Für den Trainer gilt es da nun in erster Linie, genau so konsequent weiter zu machen, zu arbeiten, um die Erfolgsserie weiter zu stricken.

Die Tabelle nimmt er währenddessen nur ganz kurz in Augenschein. „Die ist ganz nett“, meint er, um sie gleich wieder auszublenden, „aber da können wir ja im Sommer nochmal drüber reden.“

 
 

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