SVH und SVS greifen nach dem Pokal

Bisher jubelte der SVH im Pokal nur auf Asche – der Sodinger Rasenplatz könnte im Finale ein Nachteil sein.
Bisher jubelte der SVH im Pokal nur auf Asche – der Sodinger Rasenplatz könnte im Finale ein Nachteil sein.
Foto: Fischer
B-Kreisligist SV Holsterhausen ist im Pokalfinale am Donnerstag gegen den Landesligisten SV Sodingen klarer Außenseiter. Anstoß ist um 15 Uhr am Sodinger Holzplatz.

48 Spiele über 90 oder 120 Minuten, teilweise bis ins Elfmeterschießen sind absolviert im Kreispokal 2014/15. Eines fehlt noch, das Finale. Durchaus überraschend ist die Besetzung: Während dem SV Sodingen, aktuell Nummer drei im Herner Fußball, durchaus Titelchancen eingeräumt wurden, kommt die Finalteilnahme von B-Ligist SV Holsterhausen alles andere als erwartet.

Dementsprechend klar sind auch die Rollen verteilt, alles außer als ein Sieg des SVS wäre ein kleines Wunder. Holsterhausens Trainer Andreas Meise sieht es realistisch: „Sodingen spielt vier Ligen über uns, ist auch von Nummer eins bis Nummer 15 oder 18 landesligatauglich besetzt. Außerdem sind sie den Rasen gewohnt, auch deshalb ist Sodingen klar im Vorteil.“ Um den von Pokalspielleiter Reinhold Spohn festgelegten Austragungsort hatte es im Vorfeld Diskussionen gegeben.

Beim SVH, der alle Pokalspiele auf der eigenen Asche gewann, war man nicht glücklich über das „Heimrecht“ des SV Sodingen. Darüber zu diskutieren sei jetzt aber müßig, meint Andreas Meise. „Jetzt zählt nur noch das Spiel.“

Beide Teams haben keine Partypläne

Genau darauf musste auch Sodingens Trainer Franko Pepe seine Mannschaft vorbereiten – nicht leicht, nachdem der SVS am Sonntag in Hattingen seine Aufstiegschancen endgültig verspielte.

Ist das ein Vorteil für Holsterhausen? Trainer Andreas Meise hofft es zumindest: „Sodingen kommt mit dem Negativerlebnis, vielleicht ist das verpasste große Ziel noch bei dem ein oder anderen im Kopf. Wir dagegen haben mit dem Aufstieg unser primäres Saisonziel erreicht, das Pokalfinale ist Zubrot.“ Über die Saison sei etwas zusammengewachsen, das wolle man nun zeigen.

Franko Pepe verspricht, dass die Niederlage niemanden mehr belaste: „Hedefspor haben wir hinter uns gelassen, wir sind bereit, alle ordentlich fokussiert. Kein einziger im Kader nimmt Holsterhausen auf die leichte Schulter.“

Er selbst schon gar nicht: „Wir bereiten uns nicht vor wie auf einen A- oder B-Ligisten, sondern wie auf ein Meisterschaftsspiel.“ Taktisch will er nichts ändern: „Wir werden nicht alle nach vorne stürmen oder nur verteidigen. Wir wollen unser Spiel durchdrücken. Natürlich ist der Sieg unser Ziel.“ Holsterhausen sei aber immerhin Meister der Kreisliga B geworden – das sei, egal in welcher Liga, ein Qualitätsnachweis, findet Pepe. „Ich rechne damit, dass Holsterhausen auf Konter spielen wird, mit Timo Ballmann haben sie einen Stürmer, der weiß, wo das Tor steht.“

Auch sein Gegenüber hat keinen besonderen Matchplan. Wohl aber hat Meise versucht, seine Mannschaft auf jedes Szenario vorzubereiten: „Wir haben auch besprochen, dass es womöglich nach 20 Minuten 4:0 für Sodingen steht. Dass wir dann nicht aufhören dürfen, Fußball zu spielen. Wenn jeder alles gibt, können wir stolz auf unsere Leistung sein.“

Während der schlimmste Fall also abgeklärt ist, wurde die Option Pokalsieg kaum diskutiert. „Natürlich wurde bisschen gefrotzelt. Aber Partypläne haben wir nicht. Das wäre vermessen.“ Auch beim Favoriten gibt es laut Pepe noch keine Planung für die erwarteten Feierlichkeiten. „Das hätte ich im Vorfeld auch nicht zugelassen. Erst einmal müssen wir gewinnen, das wird ein schweres Spiel. Dann wird sich schon etwas ergeben.“

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